Fraas, der in München lebt, liebt die Oberpfalz - und noch besser kennengelernt hat er sie durch viele Reportagen für die Zeitschrift "Servus". "Gerade mit Abstand gesehen, schätzt man viele Qualitäten wieder intensiver. Es gibt in der Oberpfalz wunderschöne Landschaften und Wirtshäuser, die an Urigkeit nicht zu übertreffen sind", versicherte er in einem Interview mit unserer Zeitung. "Und: Ich mag auch die Mentalität, die in eine raue Schale verpackte Herzlichkeit und den oft hintersinnigen Humor der Oberpfälzer." Für seine Leser erklärt er in der neuen "Servus", dass Nabburg 60 Kilometer nördlich von Regensburg liegt. "Servus" ist eine deutschsprachige Lebensstil- und Heimatzeitschrift für den süddeutsch-österreichischen Kulturraum. Das Magazin wird wie auch der Fernsehsender "ServusTV" von der "Red Bull Media House GmbH" produziert. Und so tönt das Loblied auf Nabburg aus knapp 150 000 Exemplaren; so hoch ist nämlich die verbreitete Auflage.
Der kleinen Stadt nähern sich Martin Fraas und seine Fotografin Julia Rotter auf dem Wasserweg, was zu vielen freundlichen Beschreibungen führt. "Die Naab ist ein Flüsschen, wie man es als Kind gemalt hat", erzählt er in dem zehnseitigen Artikel, der mit vielen seitenfüllenden Bildern illustriert ist - auch mit Aufnahmen der Naab und von Nabburg vom Wasser aus. Fraas trifft auf seinem Weg Menschen, mit denen er redet; etwa mit Bootsverleiher Herbert Huber. Museumsmitarbeiter Felix Schäffer weist ihn auf die Qualitäten des Edelmannshofs in Perschen hin, Hobbyangler Matthias Baier schwärmt ihm von der Artenvielfalt in der Naab vor, Müller Helmut Kummert (Ledermühle) und seine Frau Maria setzen ihm die Vorteile von Dinkel auseinander.
Mit Stadtheimatpfleger Raphael Haubelt erörtert Fraas den Ortsteil-Namen "Venedig" und "spannende Geschichten über die Perle der Oberpfalz". Auch Haubelts Frau, Christa Haubelt-Schlosser, hat einen Auftritt. Sie zeigt dem Reporter das Schmidt-Haus, ein Gesamtkunstwerk.
Fehlen darf natürlich nicht die Gastronomie. So kommt Jörg Podlesny vom Gasthaus "Zum Stern" zu Wort, aber auch Petra Stubenvoll vom Cafe "Ludwig-Adl" auf dem Oberen Markt. Und am Ende darf sich auch noch der Nabburger "Storchenvater" Karl Beer äußern. Dessen Schützlinge fliegen im Winter gar nicht mehr nach Süden, hat er festgestellt. "Wir haben Verständnis für die Störche", versichert Martin Fraas, "denn es fällt schwer, dieses liebenswürdige und lebenswerte Städtchen wieder zu verlassen".















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