31.07.2018 - 15:36 Uhr
NabburgOberpfalz

Mehr als die Flüchtlingspolitik

Die SPD sieht viele wichtige Handlungsfelder. Das zeigt sich beim Besuch ihres bayerischen Generalsekretärs bei den Senioren "60plus".

Bayerns SPD-Generalsekretär Uli Grötsch forderte dazu auf, sich auf die wichtigen Themen der Politik zu konzentrieren.

Die Arbeitsgemeinschaft 60plus des SPD-Bezirksverbandes Oberpfalz organisierte ein Treffen mit dem Generalsekretär Uli Grötsch, dem Landtagskandidaten Peter Wein und dem Bezirkstagstagsbewerber Armin Schärtl in "Mutzis Zoiglstube". Die vielen Teilnehmer, darunter Altlandrat Hans Schuierer, wurden vom kommissarischen Vorsitzenden Xaver Bräu begrüßt, wobei er laut SPD-Pressemitteilung auch das große Interesse der Senioren der SPD an der Bundes-und Landespolitik ansprach.

In seinem Grußwort als Bürgermeister der Stadt Nabburg und Bezirkstagskandidat freute sich Armin Schärtl, dass die Veranstaltung in Nabburg stattfinde. Nach einer kurzen Ausführung zum Stadtgeschehen in Nabburg erklärte Schärtl, warum er für den Bezirkstag kandidiere. Zunächst stehe er zu der Bezirkseinrichtung Oberpfälzer Freilandmuseum als Vorsitzender des Vereins Oberpfälzer Bauernmuseum in einem engen Kontakt. Diese Einrichtung habe einen guten Zuspruch, was mit den Besucherzahlen belegt werden kann. Desweiteren möchte er sich für die sozialen Belange des Bezirks einsetzen, denn gerade hier gehe es oft um sehr viel Geld.

Für Menschen da sein

Landtagskandidat Peter Wein dankte zunächst den Senioren, dass sie sich so engagiert in den Wahlkampf einbringen. In seiner Erläuterung des Wahlprogramms betonte er, wie sich seine Position vor allem zur CSU unterscheidet. Da könne man, gerade was die sozialen Aspekte betrifft, noch sehr viel verbessern, und dieser Einsatz für die Bevölkerung sei geradezu notwendig. Es lohne sich, für die Menschen da zu sein. Er lege Wert auf einen humanen Umgang in der Politik, und die neuerdings grassierende Wortwahl sei schlicht abzulehnen.

Generalsekretär Uli Grötsch sprach in seinem Referat sowohl die Bundes- als auch die Landespolitik an. Er bedauerte, dass die derzeitige Debatte um die Flüchtlinge und Abschiebungen andere wichtige Themen überdecke. So habe der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, ein Maßnahmenpaket für Langzeitarbeitslose aufgelegt, für das es sich zu kämpfen lohne. Wichtige Felder der Politik, wie die Pflegeberufe und Pflegenotstand, Kinder-und Altersarmut, Wohnungsnot, Sicherheitsfragen und vor allem ein Europa, das es zu stärken gelte, müssten wieder in den Vordergrund kommen. Er bedauere es, dass man nun mit einer brachiale Sprache und einem Rechtsruck versuche, der AfD den Rang abzulaufen, doch das werde so nicht gelingen.

Auf Werte achten

Auch wenn die Umfragewerte alles andere als erfreulich seien, so müsse man umso mehr auf die humane und werteorientierte Politik der SPD hinweisen und das auch den Menschen vermitteln. Dazu trage auch 60plus der SPD ganz sicher bei.

In der anschließenden, sehr lebhaften Diskussion kam so manch guter Rat von den Senioren, auch aus der Erfahrung ihrer früheren Tätigkeit, vor allem des Altlandrates Hans Schuierer. Alles in allem gab die Veranstaltung Mut, optimistischer in die Zukunft zu schauen, meinte Xaver Bräu in seinem Schlusswort.

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