01.03.2019 - 15:15 Uhr
NabburgOberpfalz

Mehr als nur ein „bisschen Spaß“

Es war ein Faschingsabend der besonderen Art: Unter dem Motto „Ein bisschen Spaß muss sein“ schwelgt das „närrische Volk“ der Pfarrei Sankt Johannes im voll besetzten Jugendwerk bis in den frühen Morgen zu den Klängen der „70er Jahre.“

Die 70er waren die große Zeit der Schlager und der Hitparade. „Dieter Thomas Heck“ alias Pfarrer Lorenz eröffnete den Abend mit einer kleinen Auswahl aus der Fülle der Interpreten. Franz Maunz (Harmonika-Franz) spielte eine Runde nach der anderen Schlagermelodien zum Tanzen und Mitsingen. Über Wochen hin auf Platz eins der Hitparade war Vaader Abraham (Jonathan Brell) und die Schlümpfe und im Kinderprogramm lief "Biene Maja“.
von Sepp FerstlProfil

Der Saal im renovierten Jugendwerk war im Stil der 70er dekoriert: An der Decke hingen "Prilblumen" und Spiegelkugeln sowie 1000 bunte Luftballons, unzählige Schallplatten und Plattencover aus dieser Zeit. Die Bar war dekoriert im Stil der Disco mit Ilja Richter. Selbst die Speise- und Bar-Karte wies die "Schlager der 70er" aus: Burger (erste Filiale von McDonalds in Deutschland 1971), Fleischsalat und Spargelröllchen, beziehungsweise Rüscherl, Eierlikör und "Grüner Engel", nicht zu vergessen Ananasbowle.

Das große Thema "die 70er Jahre" zog sich durch das bunte Programm des gesamten Abends. Die 70er waren die große Zeit der Schlager und der Hitparade. Darum eröffnete "Dieter Thomas Heck" den Abend mit einer kleinen Auswahl aus der Fülle der Interpreten. Franz Maunz (Harmonika-Franz) spielte eine Runde nach der anderen Schlagermelodien zum Tanzen und Mitsingen. Über Wochen hin auf Platz eins der Hitparade war Vaader Abraham (Jonathan Brell) und die Schlümpfe, ebenso gehörte Roy Black und Anita mit "Schön ist es auf der Welt zu sein" zu dieser Zeit. Und ab 1976 lief im Kinderprogramm "Biene Maja"; darum trugen die Kinderchöre - "Bunte Notenschlüssel" und "Naabspatzen" - diese "Ohrwürmer" gesanglich zum Pfarrfasching bei.

Die junge Tanzgruppe brachte nach Abba-Art Melodien aus den 70ern, genauso wie die Frauenbund-Tanzgruppe unter der Leitung von Maria Six und Marie Kiener auf das Parkett. "Nonstop Nonsens" mit Didi Hallervorden war eine der ersten großen Sketch-Reihen, die für die 70er prägend waren, darum haben die Ministranten das aufgegriffen bei "Vermisstenanzeige", "Heiratsannonce" und "Didi im Stadion".

Die Putzfrau (Erna Bäumler) nahm besonders das Geschehen in der Pfarrei aufs Korn: Pfarrer Hannes Lorenz habe ihr gesagt, wie sie im neuen Jugendwerk putzen solle. Dabei sei sie froh, dass sie nicht in der Kirche putzen müsse, angesichts der großen Christbäume und der Krippe mit dem Elefanten, "den hat der Pfarrer bestimmt aus Afrika mitgebracht." Der neue Pfarrvikar, der sogar einen Doktortitel hat, sei ein "schönes Mandl", vor allem wenn seine weißen Zähne blitzen.

Die beiden Hippies (Sabine Heyn und Hannes Lorenz) nahmen das Geschehen in Nabburg in den Blick: Die vielen "Bruchbuden" rund um den Stadtplatz und den Ärger mit dem Verkauf eines Altbaus an eine junge Interessentin. Da sei das neu renovierte Jugendwerk schon der optimale Platz, die neue Kommune zu gründen. Zumal Diendorf dafür nicht infrage käme, da bald alle Brücken über die Autobahn abgerissen würden und man nach Diendorf nur noch fliegen könne.

Kurz vor Mitternacht erfolgte die "Ziehung der Lottozahlen". Wer sechs Richtige auf seinem Schein habe, dessen Zeche werde übernommen, hatte Pfarrer Lorenz vorausgeschickt. Niemand im Saal hatte aber dieses Glück. Lediglich elf "Dreier" konnten sich am Ende über "gehaltvolle Getränke" freuen. Einen gelungenen Schlusspunkt setzte das "graziöse" Männerballett mit "Schwanensee" und "Saturday Night Fever". Letztlich spielte Franz Maunz unter dem Motto "bis koana mehr da is!"

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