Die Bewerbungsfristen - in der Welt der Wirtschaft und der Universitäten - liegen oft weit vor dem tatsächlichen Beginn der Ausbildung. Das war eine erste grundlegende Erkenntnis der über 70 Teilnehmer. Es hat sich einer Mitteilung des Gymnasiums zufolge bestens bewährt, dass sich die Schüler ohne den Druck von Klausuren, Hausaufgaben und mündlichen Leistungen ganz auf die Planung ihrer Zukunft konzentrieren können. Hochschulen der Region (Uni und OTH Regensburg, OTH Amberg-Weiden) stellten ihr Angebot vor. Ortsnahe Firmen und Unternehmen informierten eingehend über Karrierechancen und Duale Studiengänge.
Viele Teilnehmer hörten zum ersten Mal von einem Assessment Center und durften dann - unter der professionellen Anleitung der Sparkasse, der AOK und von Conrad Electronics - gleich ausprobieren, ob sie der Konkurrenz standhalten und sich für ein Unternehmen qualifizieren könnten. Die Gymnasiasten der Q11 waren mit bereits verfassten Bewerbungsmappen angereist und hatten die Gelegenheit, ihr wohl erstes Bewerbungsgespräch bei echten "Personalern" aus der Wirtschaft zu führen.
Immer wieder schön ist zu beobachten, wie sich am Tage der Vorstellungsgespräche nicht nur die Stimmung ändert (die Anspannung ist im ganzen Haus der Begegnung fast greifbar), auch der Dresscode ist ein ganz anderer, denn jeder Bewerber möchte nicht nur durch scharfen Intellekt, sondern auch durch perfektes Aussehen beeindrucken. Ängste, die bei vielen Schülern im Vorfeld aufkamen, konnten in den Feed-Back-Gesprächen nach den Vorstellungsgesprächen meist ausgeräumt werden.
Themen von allgemeinem Interesse - wie zum Beispiel die Finanzierung des Studiums und die richtige Art, sich zu benehmen und zu präsentieren - wurden in Pflichtveranstaltungen eingehend erörtert. Zudem konnten sich alle in Wahlvorträgen (zum Beispiel Berufsfelder Wirtschaft, Technik und IT, Soziale Arbeit, Laufbahn beim Zoll/bei der Polizei, Fachmesse "Vocatium", Lehramt, Psychologie) mit ihrem aktuellen Studien- und Berufswunsch auseinandersetzen.
Nicht nur die Schüler profitieren von dieser Veranstaltung; auch die Unternehmen haben ein Interesse daran, begabte junge Menschen frühzeitig an sich und damit an die Region zu binden. "Das war ja viel stressiger als normaler Unterricht", gestand eine trotzdem sichtlich zufriedene Teilnehmerin am Ende der drei informativen Tage. Die über 30 Referenten waren sich mit den begleitenden Lehrkräften einig, dass sich die doch noch recht jungen Teilnehmer sehr interessiert gezeigt und die Chance, sich auf die Zukunft vorzubereiten, optimal genutzt hatten.
Ihre persönlichen Erkenntnisse fassen die Schüler in einem Portfolio für das Unterrichtsfach "Beruf und Studium" zusammen. Besonderer Dank gebührte Heidi Klatt vom Bildungswerk Kolping in Schwandorf, die durch ihre durchdachte Organisation wieder einmal für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Bleibt zu hoffen, dass diese Veranstaltung, die nur durch die finanzielle Unterstützung der Agentur für Arbeit möglich ist, in diesem bewährten Rahmen auch in den nächsten Jahren stattfinden kann.













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