06.11.2019 - 14:07 Uhr
NabburgOberpfalz

Naabtal-Realschule: Busfahrer sind verärgert

Birgit Luschmann und ihr Kollege sind verärgert. Nahezu täglich bietet sich ihnen die gleiche Situation: Sie wollen mit den Schulbussen in die Haltestelle an der Naabtal-Realschule einscheren, doch es ist schon besetzt.

Kurz vor Schulschluss an der Bushaltestelle der Naabtal-Realschule: Dort, wo das Motorrad und der BMW stehen, sollte der Platz für die Schulbusse freigehalten werden.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Kurz vor 13 Uhr an einem Werktag. Vor der Naabtal-Realschule warten Birgit Luschmann und ihre Kollegen vor den Bussen. Kaffee trinken im Stehen, kurz durchatmen, sich über dies und das unterhalten. In wenigen Minuten werden die Ruhe und die kurze Pause vorbei sein.

Dann stürmen hier Dutzende von Kindern und Jugendlichen aus der Schule zu vier bis fünf Bussen, die täglich auf sie warten. Die Straße ist ziemlich eng. Wenn jemand am Rand parkt, wird es für einen Pkw schwer, noch durchzufahren. Für die Busse gibt es eine Halte-Bucht - eigentlich kein Problem.

Die Realität sieht anders aus. Birgit Luschmann hat einige der zahlreichen Gelegenheiten mit dem Handy festgehalten, auf denen Motorräder und Autos die Haltestelle blockieren. Die Kinder müssen dann mitten auf der Straße ein- und aussteigen. Ein Zustand, der Luschmann und ihren Kollegen missfällt.

"Da geht es nicht um Bequemlichkeit, sondern um die Sicherheit der Kinder." Außerdem ist es verboten. Mehrere Male musste die Polizei gerufen werden. Oft lässt Luschmann auch selbst die Fahrzeughalter der leeren Autos in der Schule ausrufen. Meist ohne Erfolg. "Es gab auch schon Tage, da haben Autos nebeneinander geparkt. Mit den Bussen ging gar nichts mehr", erinnert sich die Busfahrerin. So mussten alle Busse samt der Kinder warten, bis die Autos von der Polizei aus dem Weg geräumt wurden. Verspätungen sind vorprogrammiert.

Bürgermeister Armin Schärtl sind die Beschwerden bereits bekannt, einen Antrag habe aber niemand gestellt. "Ich plädiere dafür, dass sich alle Verantwortlichen zu einem Ortstermin treffen", sagt er. Daran wäre auch der Landkreis beteiligt, denn dieser ist Träger der Schule. Bis dahin bleibt den Busfahrern nur, an die Falschparker zu appellieren, die Buchten frei zu lassen. Auch zum Wohl der Kinder.

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