02.08.2019 - 14:20 Uhr
NabburgOberpfalz

Nabburger helfen in Nkandla

Das Sizanani Outreach Programm der Mallersdorfer Schwestern unterstützt Kinder und Erwachsene, die unter Armut, Not und Krankheit leiden, auch mit Hilfe zur Selbsthilfe. Neues Projekt: Eine Kirche für Ohleno. Jede Spende hilft.

Schwester Eobarda Ries konnte sich beim afrikanischen Abend im Jugendwerk über drei großherzige Spenden freuen. Für den Kapellenverein Legendorf überreichte Rudolf Birner (Vierter von links) 1000 Euro in bar. Die Senioren der Pfarrei Nabburg spendeten 400 Euro. Den symbolischen Scheck überreichten Agnes Hartauer (Zweite von links) und Herbert Bindl (Zweiter von rechts). Der Katholische Frauenbund Nabburg unterstützt die Arbeit in Nkandla mit 1000 Euro, überreicht von der Vorsitzenden Christa Schlagenhaufer (links).
von Sepp FerstlProfil

Zurzeit hält sich Schwester Eobarda Ries, die gebürtige Legendorferin, zum Heimaturlaub in Nabburg auf. Bei der Afrika-Reise im Januar konnte eine Gruppe Pfarrangehöriger Schwester Eobarda mit ihren Mitschwestern in Nkandla vor Ort besuchen und erhielten so einen ganz konkreten Eindruck vom segensreichen Wirken der Mallersdorfer Schwestern in Südafrika. Damit noch mehr Menschen ebenfalls eine Vorstellung davon erhalten, hatte der Pfarrgemeinderat zu einem afrikanischen Abend ins Jugendwerk einladen. Mit Bildern, Musik, Erzählungen und afrikanischem Essen konnte Südafrika mitten in der Oberpfalz lebendig werden.

Den Gästen wurde das Sizanani Outreach Programm (SPO) der Mallersdorfer Schwestern vorgestellt, welches sie 2006 in Nkandla ins Leben gerufen haben. Bei dieser Gelegenheit konnten auch Waren aus den Sizanani-Huts, in Nkandla gefertigt, erworben werden, die der "Eine-Welt-Laden" anbot. Damit wird die Arbeit der Schwestern in Südafrika unterstützt und Hilfe zur Selbsthilfe für Zulu-Frauen gegeben.

In vielen Familien herrschen Armut und Not, selbst wenn ein oder beide Elternteile noch leben. Gerade die "Elterngeneration" von 18 bis 44 Jahren ist beinahe ausgestorben. Immer mehr Kinder wachsen als Aidswaisen auf und werden von Großeltern oder minderjährigen Geschwistern erzogen.

Das SOP unterstützt Kinder und Erwachsene, die unter Armut, Not und Krankheit leiden, auch mit Hilfe zur Selbsthilfe. Die vordringlichen Hilfsmaßnahmen sind Essenspakete, die Grundnahrungsmittel wie Bohnen und Mais enthalten. Mit nur 25 Euro kann eine Mutter mit drei Kindern einen ganzen Monat lang mit Lebensmitteln versorgt werden. Forciert werden die Ausbildung von Frauen in Handwerksberufen (Nähen, Anfertigung von Schmuck), Schulungen im Gartenbau und Reparaturen oder Neubau von Hütten.

Vor Ort werden Menschen, die an HIV oder sonstigen schwere Krankheiten leiden, betreut. Das Aufgabengebiet umfasst auch die Aufklärung, Beratung und Testung bezüglich HIV/AIDS - in der Region Nkandla sind mehr als 15 000 Kinder mit HIV infiziert - , die Beschaffung von Schuluniformen und Schulmaterialien, die Bereitstellung von sozialpädagogischer Unterstützung beim Beantragen von Papieren wie Geburtsurkunden und die Aufnahme von Kindern im Sizanani-Waisenhaus.

Neben der Betreuung der Aidswaisen hat Schwester Eobarda ein neues Herzensanliegen: "Eine Kirche für Ohleno". Die Pfarrgemeinde Nkandla möchte ein neues Gotteshaus bauen. Die Siedlung Ohleno, in der etwa 500 Familien leben, die fast alle arbeitslos und auf Unterstützung angewiesen sind, liegt an einer neu ausgebauten Straße. Viele der Familien dort werden auch über das Sizanani-Projekt der Mallersdorfer Schwestern betreut. Die alte Kirche, die ein gutes Stück abseits der neuen Straße gebaut worden war, ist baufällig geworden und wurde bereits mehrmals von Vandalen verwüstet. Eine Renovierung ist nicht mehr sinnvoll, da inzwischen die meisten Menschen in die neue Siedlung an der Durchgangsstraße umgezogen sind. Die Gesamtbausumme der neuen Kirche beläuft sich auf 230 000 ZAR (14 000 Euro). Da hilft auch jede noch so kleine Spende. Infos gibt es unter www.mallersdorfer-schwestern.de

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