Vor 14 Monaten hatte Roland Heldwein die Chef-Funktion in der Nabburger Polizeiinspektion übernommen, allerdings zeitlich befristet. Er war für den erkrankten Dienststellenleiter Günther Vierl eingesprungen. Nun tritt er ab 1. April den Posten als regulärer Leiter der Polizeiinspektion in Waldsassen an. Die Führung in Nabburg übernimmt ab Montag als "Nachfolgerin auf Zeit" eine Frau: Sabine Roidl. Polizei-Vizepräsident Thomas Schöniger verabschiedete am Donnerstag Heldwein und stellte die neue Chefin vor.
Heldwein habe sich schnell und reibungslos in Nabburg eingearbeitet, lobte Schöniger und erinnerte an die Herausforderungen in den vergangenen 14 Monaten, darunter der Besuch von Ministerpräsident Markus Söder, ein Großbrand in Schmalhof und der historische Mittelaltermarkt. Auch das Dienstgebäude sei in dieser Zeit dem Fortschritt angepasst worden. "Sie haben gezeigt, dass Sie Führungskraft besitzen", so die Bilanz Schönigers, der am folgenden Tag auch die Amtseinführung in Waldsassen übernehmen wollte und viel Lob für das gesamte Team im Gepäck hatte. Die schlagkräftige Dienststelle in Nabburg habe 2018 mit einer Aufklärungsquote von 67 Prozent gepunktet.
Die neue Interimsleiterin bringe viel Erfahrung und Kompetenz mit, informierte der Stellvertreter des Polizeipräsidenten. Sabine Roidl wurde 1989 im gehobenen Polizeivollzugsdienst eingestellt, 1995 war die Wackersdorferin am "Heimatpräsidium" Niederbayern/Oberpfalz jüngste Polizeikommissarin Bayerns.
Die heute 47-Jährige fungierte bis 2006 als Beauftragte für Frauen und Kinder, war dann in München am Aufbau einer Auskunftsdatei über Sexualstraftäter beteiligt. Roidl hat in einer Arbeitsgruppe des Rechtsausschusses im Bundestag mitgewirkt und hatte den Posten als Stellvertretende Leiterin der Amberger Verkehrspolizeiinspektion inne. Im "Sonderurlaub", so Schöniger, war sie als Referentin für Alexander Dobrindt tätig, später übernahm sie Aufgaben im Planungsstab beim G-7-Gipfel. Zuletzt fiel im Kommissariat "Zentrale Aufgaben" bei der Kripo in Regensburg organisierte Kriminalität in ihre Zuständigkeit. Schöniger übergab der neuen Chefin zum Einstand einen grünen Filzstift, dessen Farbe die neue Funktion repräsentiert.
"Eine Chefin, das ist etwas Neues für uns alle", räumte Roidl ein und scherzte: "Aber es muss nicht unbedingt schlimmer sein." Sie verwies darauf, dass für den Erfolg jedes Rädchen im Getriebe wichtig ist. "Ich hoffe, dass ich nach dieser Zeit eine gut bestellte Inspektion übergeben kann", meinte sie mit Blick auf den Dienststellenleiter im Krankenstand. Ebenso wie Heldwein freute sie sich, dass sie mit ihrem neuen Job der Heimat Wackersdorf ein Stück näher gerückt ist. Nach Nabburg sei es jetzt nur noch "ein Katzensprung".
Und Heldwein hat es nun von Bärnau aus nicht weit zu seinem Chefposten in Waldsassen. Verzichten muss er nun aber auf das laut Bürgermeister Armin Schärtl "schönste Dienstgebäude der Oberpfalz" in Nabburg - auch wenn der Wachbereich dort laut Heldwein optisch und funktional "dringend eine Aufwertung braucht".














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