Bevor es die heutige Flut an Spielzeug gab, haben Kinder seit Jahrhunderten mit Murmeln oder Schussern gespielt. Mit einer einfachen Zickzack-Kugelbahn fing es auch bei Gottfried Zeis 1972 an. Mittlerweile sind es bereits fast 50 teils sehr komplexe Systeme, die er über die Jahre hinweg geschaffen hat. Eine Auswahl seiner Werke sind bis Anfang Januar im Stadtmuseum Zehentstadel in Nabburg zu sehen.
Die meisten Stücke des Kugelbahn-Parks sind deutlich über einen halben Meter lang, die „Buckelpiste“ sogar fast zwei Meter. Bei der Eröffnung der Ausstellung betonte Zeis, wie wichtig das Spielen für die Entwicklung von Kindern sei. Die verschiedenen Bahnen sollen bei den kleinen, aber auch großen Besuchern das Interesse an den verschiedenen Systemen wecken. Deshalb kommen die unterschiedlichsten Techniken zum Einsatz: Kurbeln, Kolben, Kanonen, Zahnräder, Luftdruck – das meiste von Hand aus Holz hergestellt, gelegentlich wurden auch Materialien recycelt.
Museumsleiter Gotthard Kemmether betonte, dass neben der Beobachtung der technischen Prozesse von den „Spielern“ Feinmotorik gefordert wird. So setzen einige Geräte die Koordination mit anderen voraus. Die stellvertretende Bürgermeisterin Irene Ehemann freute sich darüber, dass die Kugelbahnen in Nabburg gezeigt werden kann. Das sei eine Bereicherung für das Stadtmuseum im Zehentstadel.
Die Ausstellung wurde erarbeitet vom Oberpfälzer Volkskundemuseum Burglengenfeld und dem Museum Pfreimd und wird nun in neuer Anordnung im Museum Zehentstadel präsentiert. Sie ist bis 7. Januar 2024 jeweils donnerstags, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.













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