21.06.2020 - 10:31 Uhr
NabburgOberpfalz

Neue Urnengrablege in Perschen

Die Katholische Kirchenstiftung Nabburg bietet auf dem Friedhof in Perschen die pflegefreie Bestattung an. Dazu hat sie eine Gemeinschaftsgrabanlage geschaffen.

Die neue Urnengrablege auf dem Friedhof in Perschen bietet ab sofort für alle Katholiken, die zur Pfarrei Nabburg gehören, die Möglichkeit der pflegefreien Bestattung in einer ansprechenden Gemeinschaftsgrabanlage.
von Sepp FerstlProfil

Seit Mai 2020 besteht im Friedhof Perschen eine neue Urnengrablege. Eigentümerin ist die Katholische Kirchenstiftung. Diese Gemeinschaftsgrabanlage steht für alle Katholiken, die zur Pfarrei Nabburg gehören, zur Verfügung und soll eine christliche Bestattungs- und Grabkultur angesichts zunehmend schwierig werdender sozialer und gesellschaftlicher Gegebenheiten garantieren. Zur christlichen Bestattungskultur gehört das Grab als Ort der Erinnerung an den Verstorbenen und als Ort der Hoffnung und des Wartens auf die Auferstehung.

Niemand soll aus Not oder Unsicherheit über die zukünftige Grabpflege auf anonyme Bestattungen in Rasenflächen oder Ähnlichem angewiesen sein. Diesem Bedürfnis wird mit der neuen Gemeinschaftsgrabanlage, bei der die Grabpflege bereits eingeschlossen ist, Rechnung getragen.

Die Anlage umfasst 45 Urnengrabfelder (à 0,5 mal 0,5 Meter) in einer bepflanzten Anlage direkt gegenüber dem Haupteingang der Kirche. Als deutliches Zeichen der christlichen Hoffnung und des Glaubens an die Auferstehung zieren ein vergoldetes Kreuz und das Zitat "Christus spricht: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist." (Joh 11,25) das modern und ansprechend gestaltete Grabdenkmal. Der Mensch ist Person, von Gott mit Namen gerufen (Jes 43,1). Deshalb wird jeder dort bestattete Verstorbene mit einem eigenen bronzierten Namensschild auf einer Granitstele verewigt.

Jede Anonymisierung einer Bestattung würde dazu beitragen, den Tod unsichtbar zu machen und die personale Würde des Menschen über den Tod hinaus zu verdunkeln. Sie stünde in deutlicher Spannung zum christlichen Glauben, dass jeder Mensch ein unsterbliches Leben bei Gott hat.

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Ein gemeinsames Ewiges Licht sowie ein Weihwasserbassin als Zeichen für das Ewige Leben, das die Verstorbenen erwartet, steht für alle in der Anlage Bestatteten zur Verfügung. Da die Grabstelle die letzte Ruhestätte eines Verstorbenen sein soll, dürfen nur kompostierbare Urnen und Überurnen verwendet werden. Diese verbleiben auch nach dem Ablauf der Ruhezeit in der Erde und müssen nicht wie in Urnenwänden anschließend entsorgt werden.

Die Grabpflege für die Gesamtanlage übernimmt die Kirchenstiftung Nabburg. Sie sorgt für die Pflege, Dauerbepflanzung und drei jahreszeitliche Bepflanzungen für die gesamte Ruhezeit. Das Anbringen oder Aufstellen von persönlichem Grabschmuck ist nicht möglich. Im Rahmen der Beerdigungsfeier kann vorübergehend Blumenschmuck aufgestellt werden.

Weitere Auskünfte erteilen das Katholische Pfarramt, Pfarrer Hannes Lorenz (09433/2 024 212) und Kirchenpfleger Hans Pamler (09433/6427).

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