05.11.2020 - 15:18 Uhr
NabburgOberpfalz

Neuer Haushalt mit größerem Volumen

Es ist eher ungewöhnlich, dass eine Kommune ihren Finanzplan für das laufende Jahr aufhebt, ihn dann modifiziert und gleich wieder neu beschließt. Die Stadt Nabburg sah sich heuer zu diesem Prozedere veranlasst.

Im Nabburger Rathaus musste man auf die neue Finanzentwicklung reagieren.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Seit der Etat-Aufstellung für 2020, die im Juli erfolgt war, traten gravierende Änderungen ein, vor allem im Vermögenshaushalt. Sie hätten einen Nachtragshaushalt erforderlich gemacht. Nachdem die Rechtsaufsichtsbehörde am Landratsamt in Schwandorf die Haushaltssatzung für 2020 noch nicht genehmigt hatte, entschloss man sich, einen anderen Weg zu gehen: den Haushalt 2020, den Stellenplan 2020 und das Finanz- und Investitionsprogramm 2019-2023 zu überarbeiten und dem Landratsamt in einer komplett neuen Version vorzulegen.

Kämmerer Thomas Bodensteiner erläuterte den Stadträten am Dienstag die Veränderungen, die auch mit dem Kauf und Verkauf von zwei großen Gewerbegrundstücken "Am langen Graben" bei Diendorf zum Zwecke der FEE-Ansiedlung zusammenhingen (wir berichteten). Im Verwaltungsabschnitt des Haushalts kam es schließlich zu einer Mehrung von rund 249 000 Euro, im Vermögenshaushalt weitete sich das Volumen gar um 1,917 Millionen Euro aus.

Die mittelfristige Finanzplanung und der Stellenplan blieben dagegen unverändert. Die neuen Gesamtsummen sind laut Satzung: Verwaltungshaushalt 13,714 Millionen Euro und Vermögenshaushalt 11,515 Millionen Euro.

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Ein Fragezeichen bleibt. Die Corona-Pandemie wird sicherlich auch für die Stadt Nabburg einen Gewerbesteuerausfall nach sich ziehen. In welcher Höhe das der Fall sein wird, ist im Moment noch nicht bekannt. Die Stadt weiß ebenso noch nicht, wie hoch die angekündigten staatlichen Ausgleichszahlungen ausfallen werden. Der Kämmerer kalkulierte nach eigenen Angaben vorsichtig: Er rechnete damit, dass die Stadt Nabburg 150 000 Euro erhält. Auf Nachfrage ergänzte er, dass dieser Betrag auch höher ausfallen könnte.

Die notwendigen Aufhebungsbeschlüsse wurden ohne Diskussion einstimmig gefasst, ebenso die Beschlüsse zur neuen Finanzplanung für 2020.

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