02.08.2019 - 11:46 Uhr
NabburgOberpfalz

Noch Lehrstellen da

Die meisten Bewerber, die dieses Jahr die Schule beendet haben, konnten bereits eine passende Lehrstelle finden. Für alle anderen drängt die Zeit.

von Externer BeitragProfil

"Alle Jugendlichen, die noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, aber im Herbst eine Lehre beginnen möchten, sollten spätestens jetzt aktiv werden", betont Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.Trotz des Zeitdrucks sollten junge Menschen nicht wahllos Bewerbungen an jede ihnen bekannte Firma versenden. Viel erfolgversprechender sind zielgerichtete Bewerbungen für Ausbildungsstellen, die die jungen Menschen auch wirklich interessieren. "Wer sich noch unsicher ist, was für sie oder ihn der passende Beruf sein könnte, meldet sich am besten zeitnah bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Das gilt auch für Jugendliche, die sich bisher rein auf ihren Schulabschluss konzentriert haben. Es gibt noch immer eine größere Auswahl an freien Ausbildungsstellen im Landkreis", führt der Agenturleiter aus.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2018 meldeten sich bei der Agentur für Arbeit Schwandorf rund 690 Bewerber mit Wohnsitz im Landkreis für Berufsausbildungsstellen. Das waren zirka 80 Bewerber bzw. 10,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es rund 1 650 Meldungen für Berufsausbildungsstellen. Das entspricht einem Rückgang von zehn Ausbildungsstellen bzw. 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Juli waren noch rund 80 Bewerber unversorgt und knapp 650 Ausbildungsstellen unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 36,2 Prozent bzw. rund 50 unversorgte Bewerber weniger für Berufsausbildungsstellen. Die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um genau eine Stelle, was einer Veränderung von 0,2 Prozent entspricht.

Aktuell entfallen rechnerisch auf jeden unversorgten Bewerber im Landkreis Schwandorf knapp acht unbesetzte Ausbildungsstellen, im Vorjahr waren es noch fünf unbesetzte Stellen je unversorgtem Bewerber. Der Trend in Richtung Bewerbermarkt zeichnet sich immer stärker ab. Inzwischen müssen sich Arbeitgeber fragen, wie sie Jugendliche für eine Ausbildung in ihrem Betrieb begeistern können.

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