12.01.2020 - 18:10 Uhr
NabburgOberpfalz

Die ÖDP sieht sich im Aufwind

Stadtpolitik in Nabburg beschränkt sich nicht nur auf den viel bemühten Bahnübergang oder die Bebauung der Krankenhausstraße. Die ÖDP rückt andere Themen in den Vordergrund.

Mit einer Liste, deren Frauenanteil 50 Prozent beträgt, wirbt die ÖDP um die Stimmen der Wähler. Zur Nominierung gratulierten Kreisvorsitzender Alfred Damm (links) und sein Stellvertreter Arnold Kimmerl (rechts).
von Richard BraunProfil

Als letzte der politischen Gruppierungen in Nabburg nominierte die ÖDP ihre Kandidaten für die Stadtratswahl. Bisher war die Umweltpartei mit zwei Stadträtinnen im Stadtparlament vertreten. Frontfrau und Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl konnte dazu neben einer Reihe interessierter Bürger auch den Kreisvorsitzenden Alfred Damm und seinen Stellvertreter Arnold Kimmerl im Gasthaus "Stern" willkommen heißen. In einem kurzen Grußwort bezeichnete Landratsstellvertreter Arnold Kimmerl die ÖDP als die "erfolgreichste Oppositionspartei Bayerns", obwohl sie nicht im Landtag vertreten ist. Als Begründung nannte er die sehr erfolgreichen Volksbegehren für den "Nichtraucherschutz" und "Rettet die Bienen". Die ÖDP im Aufwind sieht Kreisvorsitzender Alfred Damm. Steigende Mitgliederzahlen - gerade unter den jungen Leuten- machen deutlich, dass die ÖDP auf dem richtigen Weg sei. In ihrem Programm beschränke sich die ÖDP nicht nur auf den Klima- und Umweltschutz, sondern schließe alle Bereiche des Zusammenlebens ein.

Auf die künftigen Schwerpunkte in der Stadtpolitik ging Heidi Eckl in ihren Ausführungen ein. Als Jugendbeauftragte betreue sie seit 2012 sehr erfolgreich den Treff in Nabburg, der allen Nationen offen steht. Viele Vereine bieten bereits schon jetzt eine ausgezeichnete Jugendförderung an. Doch wäre gerade in der Jugendsportförderung viel Potenzial nach oben. Hier könnte der Stadtrat mit finanzieller Unterstützung aktiv werden. Neben der Jugend sollte auch der älteren Generation mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ein Treff für Senioren soll künftig gerade die ältere Generation ansprechen. Heidi Eckl denkt dabei an ein zweimaliges Treffen der Senioren im Monat, bei dem auch eine Nachbarschaftshilfe mit eingerichtet werden könnte. Damit sollen die Senioren bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unterstützt werden.

Das Einkaufszentrum im Stadt-Westen sollte schnellstmöglich realisiert werden. "Es ist auch Ökologie, die Märkte in einer Stadt so zu verteilen, dass so wenig wie möglich gefahren werden muss", unterstrich Eckl die Wichtigkeit eines solchen Marktes im Westen der Stadt. In einem Radius von 500 Meter können 1500 Bürger und 500 Polizeischüler das Einkaufszentrum fußläufig erreichen. Für den notwendigen Flächenverbrauch werden entwicklungsfähige Ausgleichsflächen geschaffen. Diese sind bereits in der Planung.

Eine wichtige Zukunftsaufgabe ist auch die sichere Trinkwasserversorgung. Über die Jahre hat der Grundwasserspiegel deutlich abgenommen. Auch das Hochwasserkonzept "Naabtalplan" steht für die nächste Legislaturperiode an. Zum Schluss ihrer Ausführungen sprach die Dritte Bürgermeisterin die "ziemlich gute Zusammenarbeit im Stadtrat" an: "Insbesondere die fünf Frauen im Stadtrat pflegen eine sehr gute Zusammenarbeit und Kooperation. Genau deshalb sollten mehr Frauen in den Stadtrat gewählt werden". Die Nominierung leitete der Kreisvorsitzende Alfred Damm. Die Versammlung stimmte für die Blockabstimmung. Zu Listenbeauftragten wurden schließlich noch Heidi Eckl und Lili Nirschl gewählt.

Kandidaten der ÖDP:

Kandidaten der ÖDP

Die Bewerber der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) für die nächste Stadtratswahl am 15. März in Nabburg sind: 1. Heidi Eckl, Fremdsprachenkorrespondentin; 2. Marlene Thimet, Innenarchitektin; 3. Tobias Wegmann, Maschinenbautechniker; 4. Agnes Knutti, Bilanzbuchhalterin; 5. Christoph Bäumler, Elektroniker; 6. Lili Nirschl, Pharmazeutisch-Technische Assistentin; 7. Maximilian Eckl, Verfahrensmechaniker; 8. Monika Mitschke, Industriekauffrau; 9. Werner Weinzierl, Schreiner; 10. Marianne Wagner, Lehrerin a.D.; 11. Noah Swoboda, Mechatroniker; 12. Armin Rösch, Elektrotechniker; 13. Markus Raab, Bürokaufmann; 14. Ileana Pößl, Altenpflegerin. (bnr)

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