23.07.2019 - 17:52 Uhr
NabburgOberpfalz

Mit Orientierung zur Top-Leistung

An der Schule beheimatet sein – das ist ein Nährboden für fundierte Leistungen. Die Ergebnisse der Absolventen des Jahrgangs 2018/2019 der Naabtal-Realschule sind ein Gradmesser, dass sich die Schüler angenommen und verstanden fühlen.

Drei Absolventinnen des Jahrgangs 2018/2019 der Naabtal-Realschule Nabburg – (mit Sonnenblume von links) Marina Dirschwigl (1,0), Sophie Martina Reseive (1,08) und Theresa Maria Manner (1,17) – nehmen die Spitzenplätze ein. Es gratulierten (von links) Elternbeiratsvorsitzende Bettina Berger, Direktorin Hannelore Reil-Heining, Matthias Sitzmann, Matthias Bösl, Bernd Schöttl, zweiter Konrektor Thomas Spörer, stellvertretender Landrat Jakob Scharf und Konrektor Johann Vollath. Bild: ohr
von Herbert RohrwildProfil

Das Motto auf dem Roll-up "In der Oberpfalz dahoam und in Europa zu Hause" zum Festakt der 60-Jahr-Feier der Schule zieht sich wie ein roter Faden durch die Abschlussveranstaltung. "Guten Tag, meine Damen und Herren" präsentiert sich in elf Sprachen in großen Lettern auf der Leinwand - mit diesen Ländern nahm die Naabtal-Realschule während des Jahres Verbindungen auf. Konrektor Johann Vollath hieß neben zahlreichen Ehrengästen die Eltern und als Hauptpersonen die Schüler willkommen. Sein besonderer Gruß galt seinen Kollegen als Garanten für den Erfolg. "Das Leben ist kein Wunschkonzert und kein Selbstbedienungsladen", wandte sich der Pädagoge an die Absolventen. Es gebe immer wieder Höhen und Tiefen. Wichtig sei, nicht aufzugeben, sondern sich neu zu orientieren und das nächste Ziel ins Auge zu fassen.

Stellvertretender Landrat Jakob Scharf stellte heraus: "Nicht die 1,0 im Abschlusszeugnis ist das oberste Erziehungsziel, sondern gemäß Artikel 131 der bayerischen Verfassung die Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiösen Überzeugungen und die Würde des Menschen". Scharf appellierte an die Jugendlichen, in der weiteren Ausbildung und im Berufsleben wachsam zu sein, sich offen zu dieser Demokratie und den demokratischen Parteien zu bekennen. "Zeigen Sie radikalen Kräften von rechts und links den Stinkefinger!", forderte der ehemalige Lehrer. "Nach einer kurzen Verschnaufpause beginnt ein neuer Lebensabschnitt", betonte der Zweite Bürgermeister der Stadt Nabburg, Kurt Koppmann: "Setzt die ganze Kraft ein, um eure Vorstellungen realisieren zu können!"

"Träume verwirklichen, ehrlich, fair, gerecht bleiben und mit Leib und Seele dabei sein" - das legte Elternbeiratsvorsitzende Bettina Berger den Absolventen ans Herz. Als Terzett blickten die Schülersprecher Sophie Jetschmann, Uta Kiener und Tobias Taubmann musikalisch und humorvoll auf die Schulzeit zurück.

"Ubi bene, ibi patria" zitierte einleitend Realschuldirektorin Hannelore: "Wo es mir gut geht, ist meine Heimat." Sie hoffe, dass es den Schülern in den sechs Jahren an der Schule gut gegangen sei: "Sie durften eine Form der Geborgenheit, Orientierung und Heimat erleben". Hierfür gebühre der Dank dem ganzen Kollegium sowie dem Elternbeirat und dem Schulforum. Geborgenheit und Heimatgefühl entstünden vor allem in der sozialen Dimension. Eine vertraute Umgebung schaffe Heimatbezug. In ihren weiteren Ausführungen stellte die Schulleiterin Heimat als wirtschaftliche, politische und kulturelle Dimension heraus. "Wir sind Nutznießer als Teil des friedlichen Europas. Übernehmt Verantwortung als Europäer. Kleinstaaterei hat keine Überlebenschance. Ohne die europäische Gemeinschaft ginge es weder Deutschland, noch Bayern noch dem Landkreis Schwandorf so gut", beteuerte Reil-Heining

126 Jugendliche der fünf Klassen 10 A bis 10 E erhielten aus Händen der Direktorin ihre Zeugnisse: 23 Schüler mit einer "Eins" vor dem Komma. Als Schulbeste können sich drei Mädchen freuen: Marina Dirschwigl (1,0), Sophie Martina Deseive (1,08) und Theresa Marina Manner (1,17).

Claudia Wiederer und Claudia Bartmann scheiden aus dem Elternbeirat aus. Die Schulleiterin sagte ein Vergelt's Gott für die Zusammenarbeit. Die Musikgruppen Real Sound Ensemble (Leitung Doris Götz), der Schulchor (Andreas Merl) und die Jazz-Combo (Johannes Doleschal) setzten bei der Entlassfeier musikalische Akzente.

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