12.01.2020 - 16:47 Uhr
NabburgOberpfalz

Peter Wein: Nahverkehr mit 365-Euro-Ticket fördern

"Es geht um gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Landkreis", sagt Peter Wein. Der Landratskandidat der SPD möchte die guten Strukturen im Landkreis auch in Zukunft erhalten - und da verbessern, wo es nötig ist.

Landratskandidat Peter Wein stellte das SPD-Programm für die Kommunalwahl vor.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

"Es geht um gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Landkreis", sagt Peter Wein. Der Landratskandidat der SPD möchte die guten Strukturen im Landkreis auch in Zukunft erhalten - und da verbessern, wo es nötig ist.

Darauf zielt das SPD-Programm für den Kommunalwahlkampf, für den Wein am Samstag im Gasthaus "Kräuterbeck" vor rund 80 Gästen den Startschuss gab. Der 31-Jährige sieht Chancengleichheit für alle als eine der Herausforderungen. Das gelte für die Förderung von Kindern und Familien, für Senioren oder Menschen mit Behinderung. So müsse der Landkreis überall da, wo er Einfluss habe, die Barrierefreiheit unterstützen.

Wein hat den Osten des Landkreises besonders im Auge. Während im Süden und entlang der Naabachse steigende Einwohnerzahlen prognostiziert werden, droht im Osten ein Rückgang. "Darauf müssen wir reagieren", sagte Wein. Junge Leute müssten auch hier die Chance haben, ihre Lebensziele zu verwirklichen.

Dazu gehöre aktive Wirtschaftsförderung, auf die die SPD schon seit Zeiten Hans Schuierers setze. Die Abdeckung des Landkreises mit schnellem Internet müsse schneller gesichert werden. Auch wenn einige Anstrengungen in dieser Richtung laufen: "Ich habe nicht den Eindruck, dass hier ein stringenter Plan verfolgt wird," sagte Wein. Er will erreichen, dass bei öffentlichen Aufträgen nur Firmen zum Zug kommen, die ihre Mitarbeiter ordentlich bezahlen. "Und ordentlich heißt Tariflohn", sagte Wein.

Die landkreiseigenen Schulen bleiben auch für Wein ein Investitions-Schwerpunkt. Der Landratskandidat möchte eine Digital-Offensive anstoßen, eine engere Verzahnung mit den Hochschulen der Region erreichen. Klimapolitisch müsse ein CO2-neutraler Landkreis das Ziel sein. Das sei aber nicht zu erreichen, "wenn ich den Begriff Klimanotstand in den Raum werfe und den Menschen Angst mache". Vielmehr sei ein Klimapakt gefragt. Der Landkreis solle die Kommunen bei entsprechenden Anstrengungen unterstützen. Die Nutzung von Holz müsse im waldreichen Landkreis eine größere Rolle spielen. Ohne eine Verkehrswende lassen sich die Klimaziele kaum erreichen, das ist auch Wein klar. Deshalb müsse der Umstieg vom eigenen Fahrzeug auf den öffentlichen Nahverkehr einfacher und günstiger werden. "Wir machen uns stark für ein 365-Euro-Ticket", sagte Wein. Dieses Jahresticket soll für Schüler, Azubis und Senioren gelte und auch über die Landkreisgrenzen hinaus gelten. Die Förderung des Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor müsse in Einklang mit dem Schutz der Landschaft erfolgen. Vereine und Verbände will Wein beim ehrenamtlichen Einsatz unterstützen.

Für solide Landkreisfinanzen will Wein eine besserer Balance mit den Kommunen finden, die über die Kreisumlage den Landkreis finanzieren. "In den vergangenen Jahren hätte die Umlage niedriger ausfallen müssen", sagte Wein. Er forderte die Genossen zu einem engagierten Wahlkampf auf: "Unser Programm ist gut! Mit der SPD ist zu rechnen", sagte der Kandidat unter Applaus. Auch Bürgermeister Armin Schärtl, Kreisrätin Evi Thanheiser und Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder riefen dazu auf, für das Programm der SPD zu werben.

Bezirksvorsitzender Franz Schindler attackierte CSU und FW. In den vergangenen Jahren sei "außer Baxi" lediglich fortgesetzt worden, was bereits unter SPD-Landrat Volker Liedtke begonnen wurde. "Sonst ist da nicht viel Neues unter der Sonne". Kein gutes Haar ließ er am OB-Kandidaten der FW für die Kreisstadt. "Ich bin sehr für die Resozialisierung von Straftätern", sagte Schindler, "aber bitte nicht auf dem Stuhl des OB."

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