28.11.2018 - 14:24 Uhr
NabburgOberpfalz

Preiswürdiger Rechner

Benedikt Fröhlich darf heute Freude multiplizieren. Der Student hat Geburtstag und erhält gleichzeitig in Freising einen Preis im Bundeswettbewerb Mathematik. Doch damit ist jetzt Schluss.

Benedikt Fröhlich hat eine Schokoladenseite:- Mathematik. Der Student erhält heute seinen letzten Schülerpreis in einem Mathematikwettbewerb.
von Irma Held Kontakt Profil

Benedikt Fröhlich trägt einen Ordner unter dem Arm, darin enthalten sind Mathematikaufgaben. Was sonst. Er ist auf dem Weg zur Uni. In Regensburg studiert er im ersten Semester Mathematik. Was sonst. Bei einschlägigen Wettbewerben ist der ehemalige Schüler des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums seit Jahren auf Preise abonniert. Er muss Nachdenken, wie oft und wann er bei welchem Wettbewerb mitgemacht hat.

Angefangen hat es wohl mit dem Känguru-Wettbewerb - "eine gute Gelegenheit rein und auf den Geschmack zu kommen". Heute an seinem 19. Geburtstag wird er zum letzten Mal bei einem Schülerwettbewerb mit 40 anderen bayerischen Cracks geehrt. Er hat einen dritten Preis gemacht. Die ersten Preisträger kommen eine Runde weiter.

Dass er keinen ersten Preis macht, war ihm von vornherein klar, "denn ich habe die vierte Aufgabe nicht abgeschickt, weil der Beweis auf einen bestimmten Satz gefußt hat und ich bin nicht darauf gekommen". Bei diesem Wettbewerb werden vier Aufgaben gestellt, je eine in den Bereichen Algebra, Geometrie, Kombinatorik und Zahlentheorie. Wer alle vier löst, erhält einen ersten Preis, wer dreieinhalb richtig hat, landet in der Kategorie zwei, und für Platz drei müssen drei Aufgaben richtig sein. Geometrie, wenn es bei dem jungen Wölsendorfer überhaupt so etwas gibt, ist seine mathematische Schwachstelle. "Da suche ich oft nicht nach der einfachsten Lösung."

Gute Bekannte

Die Wettbewerbsaufgaben sind für alle Teilnehmer und Altersklassen gleich. "Je älter der Schüler ist, desto einfacher wird es." Erledigt werden die Aufgaben daheim. "Man darf sich nicht austauschen, sondern soll im stillen Kämmerlein für sich arbeiten." Die klugen Rechner kennen sich inzwischen aber relativ gut. Ihre Wege kreuzen sich bei Wettbewerben und Preisverleihungen. Er wisse nicht, wer in Freising alles geehrt werde, sagt Benedikt Fröhlich am Mittwoch. Oberpfalz-Medien verrät, dass Lucas Häberl aus Amberg dabei ist. "Den kenn' ich", sagt Benedikt Fröhlich sofort. "Er studiert mit mir Mathematik."

Theoretische Mathematik

Was der Erstsemester-Student beruflich machen möchte, weiß er nicht, das sei zu früh. An der Uni fühle er sich wohl, "obwohl Mathe eines von den stressigeren Fächern ist". Ganz wunschlos glücklich ist er trotz alledem nicht. "Gerne hätte ich eine Wohnung in Regensburg." Zur Zeit pendelt er täglich von seinem Elternhaus zum Universitätshügel. A propos rechnen: Gerechnet hat Benedikt Fröhlich in seinem Studium noch nie. Es sei viel Theorie und es gehe um Grundannahmen. Der heute 19-Jährige nennt ein Beispiel: "Wieso existieren natürliche Zahlen?"

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.