13.06.2019 - 15:55 Uhr
NabburgOberpfalz

Raupe des Eichenprozessionsspinners sorgt für Unruhe

Aufregung hinter dem Gymnasium. Einige Bäume dort sind vom Eichenprozessionsspinner befallen. Die Gefahr scheint allerdings gebannt. Wenigstens fürs Erste.

Weil die Raupen des Eichenprozessionsspinners Bäume unweit von Gymnasium und Wohnbebauung befallen haben, wurden die Anwohner besorgt. Das Problem scheint aber gelöst zu sein.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Der Falter des Eichenprozessionsspinners selbst ist ungefährlich, doch die feinen Haare der Raupen sind für den Menschen gesundheitsgefährdend. Denn die sogenannten Brennhaare enthalten ein Nesselgift, das bei Berührung mit der Haut Juckreiz, Bläschen und Ausschläge auslösen kann, die tagelang anhalten können. Kein Wunder, dass die Anwohner alarmiert waren, als am Freitag vor Pfingsten die Nachricht die Runde machte, dass die Eichenbäume unweit vom Sportplatz des Gymnasiums von eben diesen Raupen befallen sind.

Die Raupen leben in großen Nestern zusammen, in denen sie sich gemeinsam verpuppen. Auch lange nachdem die Falter geschlüpft sind, bleiben die Nester noch an den befallenen Eichen haften. Etwa im April und im Mai sind die Larven im dritten von sechs Stadien und bilden dauerhaft Brennhaare aus. Die Zeit von Ende Mai bis Anfang Juli ist allerdings für den Menschen gefährlicher. Denn dann verlieren die Tiere viele ihrer Härchen, die vom Wind verbreitet werden.

Lesen Sie hier den Artikel "Eichenprozessionsspinner: Gefahr für Menschen"

Amberg

Wegen der Kleinkinder und Babies in einem angrenzenden Haus drängten dessen Bewohner auf schnelle Aktionen. Doch so kurz vor den Pfingstfeiertagen ließ sich wohl nichts Effektives mehr organisieren. Zumindest wurde als "Schutz" ein Absperrband um die Bäume gelegt.

Am Dienstag fanden sich schließlich ein Förster und ein Mitarbeiter des Gymnasiums mit einer Leiter an den befallenen Bäumen ein. "Die Bäume waren nicht eingesponnen", zeigte sich Landratsamts-Sprecher Franz Pfeffer zufrieden. So konnten sich die beiden Helfer darauf beschränken, die faustgroßen Zusammenballungen abzunehmen und später zu entsorgen. Dass die Männer keine Schutzkleidung trugen lag laut Pfeffer daran, "dass der Kontakt mit den Raupen derzeit harmlos ist". Komplette Entwarnung wollte Pfeffer nicht geben, aber trotzdem scheint die Gefahr fürs erste gebannt.

Vor genau einem Jahr war der Eichenprozessionsspinner schon einmal im Landkreis Schwandorf zum Thema geworden. Um Risiken für die Gesundheit zu vermeiden, musste der Wild- und Freizeitpark nach einem Befall mit dem Eichenprozessionsspinner ab dem 6. Juni 2018 für einige Tage für Besucher gesperrt werden.

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