08.06.2018 - 10:59 Uhr
NabburgOberpfalz

Mit den Rockstars auf der Bühne

Für ein paar Tage im Jahr ist eine Kleinstadt das musikalische Epizentrum der Republik. Beim "Hurricane"-Festival geben sich Stars die Klinke in die Hand. Zu "Arctic Monkeys" oder "The Prodigy" gesellen sich heuer sechs Musiker aus Nabburg.

Die „Nasty Royals“ aus Nabburg stehen Ende Juni beim „Hurricane“-Festival in Niedersachsen auf der Bühne.
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

"Scheeßel - hier spielt die Musik": Der Leitspruch, mit dem die 13 000 Einwohner große Gemeinde in Niedersachsen im Internet für sich wirbt, könnte nicht treffender sein. "Foo Fighters", "Die Ärzte", "Volbeat" oder "Green Day": Die Liste der Bands, die beim dortigen "Hurricane"-Festival bereits auf der Bühne gestanden haben, liest sich wie ein "Who is who" der Rockmusik.

Auf einer der Festival-Bühnen - der "Firestone Stage - stehen in diesem Jahr auch "The Nasty Royals". Die Nabburger Band sicherte sich den Startplatz für das "Hurricane" vor wenigen Tagen. Wie aus einer Pressemitteilung von "Firestone" hervorgeht, mussten sich Leon Wittenzellner (Gesang und Gitarre), Leonhard Baumann (Rap and Trompete), Lukas Lassmann (Gitarre und Gesang, Samuel Weigel (Gitarre), Philip Seifert (Bass) und Felix Bauer (Schlagzeug) beim Wettkampf "Vote & Rock" gegen acht andere Bands durchsetzen. Das gelang den Oberpfälzern eindrucksvoll: Sie stehen neben den Bands "Deeper Than Fear" aus Berlin und "Kill Strings" aus Hamburg vom 22. bis 24. Juni auf der "Firestone Stage" beim "Hurricane"-Festival.

Spannung herrschte am Tag der Abstimmung: Wie Sänger Leon Wittenzellner in einem Telefonat mit Oberpfalz-Medien schildert, verfolgte die Band aus Nabburg das Voting live - bis es kurz vor dem Ende plötzlich keine weiteren Informationen gab. Es folgten ein paar Tage, in denen die Musiker bangen und warten mussten. Schließlich trudelt eine E-Mail beim Nabburger Wittenzellner ein. Die erlösende Nachricht: Die "Nasty Royals" sammelten beim Online-Voting rund 3000 Stimmen und holten sich einen Startplatz bei einem der größten Festivals der Republik. Die Band besteht in dieser Besetzung seit rund drei Jahren. Ihren Stil bezeichnen die Musiker als Alternative-Rock mit Indie- und Brass-Elementen

Bemerkenswert ist die Stimmenzahl, mit der sich die Oberpfälzer gegen ihre Mitbewerber, die allesamt aus größeren Städten kamen und somit von Natur aus ein höheres Stimmenpotenzial haben, durchsetzten. Für die Unterstützung aus der Region wollen die Musiker danken und planen ein Konzert in ihrer Heimatstadt. Der genaue Termin steht laut Sänger Leon Wittenzellner aber noch nicht fest.

Die Freude über den bevorstehenden Auftritt ist nicht nur bei der Band riesig: Auch Familie und Freunde freuen sich mit den Musikern, für die ein Traum in Erfüllung geht und für die der Auftritt bei einem derart namhaften Festival natürlich eine riesige Chance ist. "Das ist für eine Nabburger Band schon sehr, sehr groß", sagt Wittenzellner angesichts des bevorstehenden Gigs in Niedersachsen. Angereist wird am Samstag, dem Tag vor dem Auftritt, mit einem größeren Bus. "Damit wollen wir das Gefühl von Auf-Tour-Sein ein bisschen verstärken", schildert der 20 Jahre alte "Royals"-Sänger. Übernachtet wird - stilecht für ein Festival - nicht im Hotel, sondern im Zelt, bevor es am Montag schließlich wieder in Richtung Heimat geht - mit der Erfahrung im Gepäck, ein Teil eines der größten deutschen Musikfestivals gewesen zu sein.

Das ist für eine Nabburger Band schon sehr, sehr groß.

Leon Wittenzellner

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