12.04.2021 - 14:28 Uhr
NabburgOberpfalz

Schnelltests an Schulen: Rektoren ziehen gute Bilanz

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Die Schüler, die nach den Osterferien wieder in den Präsenzunterricht zurückgekehrt sind, werden seit Montag verpflichtend auf das Corona-Virus getestet. Wie ist das Procedere im Landkreis Schwandorf angelaufen? Wir haben nachgefragt.

Auch an der Mittelschule in Oberviechtach mussten die Abschlussklassen zum Schnelltest antreten.
von Vanessa Lutz Kontakt Profil

Seit Montagmorgen werden Bayerns Schüler verpflichtend auf das Coronavirus getestet - zumindest die, die laut der vorherrschenden Inzidenz unter 200 wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren dürfen. Dazu zählen die vierten Klassen, die Abschluss- und Abiturjahrgänge. Eine der großen Fragen: Werden da alle Schüler auch bereitwillig mitmachen? Immerhin hatte sich vorab so mancher Widerstand aus der Schülerschaft formiert. Doch die Rektoren aus dem Landkreis Schwandorf ziehen eine durchaus positive erste Bilanz.

Zwei Schülerinnen stellen sich gegen die Testpflicht

Schwandorf

Nicht leicht ist es am Vormittag, die Rektoren für eine Nachfrage sofort ans Telefon zu bekommen. Rektor Ludwig Pfeiffer vom Ortenburg-Gymnasium in Oberviechtach ist im Schulgebäude unterwegs gewesen, um sich ein eigenes Bild von den Testungen zu machen. Und er sagt: "Das ist alles wirklich kein Thema gewesen."

Problemloser Ablauf

Das bestätigen auch die Rektoren Christian Schwab vom Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium in Nabburg, Werner Winderl von der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule in Oberviechtach und Silke Schmid von der Landgraf-Ulrich-Schule in Pfreimd. "Vor den Tests wurde unseren Schülern nochmal der ganze Ablauf genau erklärt", sagt Schwab. 130 Schnelltests wurden an seiner Schule vorgenommen.

Die Testungen seien relativ schnell vollzogen worden. "An manchen Stellen war es noch holprig", sagt Rektor Pfeiffer. Aber das sei normal. "Da muss erstmal Routine reinkommen." Trotzdem sei alles problemlos abgelaufen. Während die Schüler nach dem Abstrich auf ihre knapp 130 Ergebnisse gewartet haben, sei der Unterricht ganz normal angelaufen.

Eine Ausnahme stellt die Landgraf-Ulrich-Schule im Ablauf dar - denn dort, an der Grundschule, begann die Testpflicht für die Viertklässler. Rektorin Silke Schmid hat den Eltern angeboten, bei diesem ersten Mal dabei zu sein, um den Kindern die Unsicherheit zu nehmen. "Das haben sieben Eltern angenommen", berichtet sie. Insgesamt seien an der Grundschule 55 Tests vorgenommen worden, an der Mittelschule 75.

Kein Widerstand gegen Tests

Widerstand gegen die Testpflicht hat es keine gegeben. "Die Schüler haben gut mitgemacht", resümiert Rektor Schwab. Und auch Werner Winderl von der Doktor-Eisenbarth Mittelschule bestätigt: "Alle haben die Tests engagiert vorgenommen." Vereinzelt habe es aber an ihren Schulen Krankmeldungen gegeben, so Pfeiffer und Schmid. Laut Pfeiffer hätten die Krankmeldungen laut seinem Kenntnisstand aber nichts mit einer Testverweigerung zu tun gehabt.

"Bei uns waren heute sechs Schüler beurlaubt, die offizielle Begründung war die hohe Inzidenz", sagt Schmid. Darüber, ob manche Schüler die Testpflicht verweigern wollten, wolle sie nicht spekulieren. "Sofern aber, ganz allgemein, Kenntnis darüber bestünde, würden wir mit den Eltern das Gespräch suchen. Das ist auch die Vorgabe des Kultusministeriums."

An sämtlichen befragten Schulen wurde am Montag kein einziger Schüler positiv getestet.

So haben sich die Schulen im Landkreis auf die Testpflicht vorbereitet

Nabburg

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