Nabburg
06.03.2020 - 17:00 Uhr

Eine Stimme für das Land

Die Dynamik, welche die Wählergemeinschaft „Nabburger Land“ bei der Gründung an den Tag legte, ist auch beim Wahlkampfauftakt nicht abgeflacht. "Mit Herz und Verstand" wollen die Kandidaten die Kommunalpolitik in Nabburg mitgestalten.

Ein gut vorbereiteter Versammlungsleiter, hochmotivierte Kandidaten und ein vollbesetzter Saal waren die Voraussetzungen im Gasthaus "Kräuterbeck". Vorsitzender Johann Kleber, der die Veranstaltung moderierte, legte gleich zu Beginn die Gründe dar, die zur Gründung der Liste "Nabburger Land" führten. "Die Dörfer um Nabburg sind im Stadtrat nicht vertreten und haben daher keine Lobby, die ihre Anliegen auf die Tagesordnung bringt", unterstrich er die Motivation. "Auch wir sind Bürger von Nabburg", brachte er noch einmal den Anspruch der Liste zum Ausdruck.

An fünf Punkten machte er die Zielsetzung der Wählergruppe deutlich. Die Kandidaten wollen bei Entscheidungen im Stadtrat mitwirken, was sie im dem Slogan "Miteinander - für Stadt und Land" zum Ausdruck bringen. Dabei fordern sie Respekt und Wertschätzung für alle im Stadtrat ein. Die Finanzpolitik der Stadt ist für viele zu undurchsichtig. Die schlechten Erfahrungen beim Bau der Wasserleitung würden noch tief in den Köpfen stecken. "Man hätte zumindest vorher informiert werden sollen, bevor die Verbesserungsbeiträge an die Haushalte verschickt worden sind", lautete eine der Forderungen. "Wenn der Bürger erst durch Leserbriefe in der Tageszeitung informiert wird, dann liegt die Kommunikation im Argen", kritisierte der Versammlungsleiter. Ein örtlicher Vertreter im Zweckverband Wasserversorgung, der mit den Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut ist, ist das erklärte Ziel der Kandidaten. Die Stärken der Stadt und ihrer umliegenden Dörfer müssten enger miteinander verbunden werden. Kritisiert wurde auch das Flächenmanagement der Stadt. Von den Bauern werde Abgabebereitschaft für Grundstücke eingefordert, um Gewerbegebiete ausweisen zu können. "Für einen Landwirt ist der Boden aber das Kapital von dem er lebt", ging Michael Dobler auf die Thematik "Ausgleichsflächen" ein. "Wenn ein Bauer Ersatz an anderer Stelle bekommt, ist er auch abgabebereit", argumentierte der Redner. "Der Verkauf von Ausgleichsflächen an die Stadt Amberg oder die Gemeinde Ebermannsdorf ist dabei das schlechteste Vorgehen."

Ein weiteres Anliegen ist eine zuverlässige Nahverkehrsverbindung zwischen Stadt und Land. "Das Umland in den Fahrplan des Stadtbusses mit einbeziehen" war eine weitere Forderung der Kandidaten. Parteipolitische Interessen zurückstellen und nur das Wohl der Stadt und seiner Bürger im Auge zu behalten, ist das Anliegen der Listenführerin Ernestine Gietl. Die Unabhängigkeit der Liste "Nabburger Land" biete die Gewähr, dass der Bürger bei allen Entscheidungen im Vordergrund steht, so Gietl.

Die fünf Frauen und fünfzehn Männer der Liste "Nabburger Land" erhielten die Gelegenheit, sich und ihre politischen Ziele vorzustellen, was sie auch ausgiebig nutzten. Alle hatten ein gemeinsames Ziel: Die Dörfer um Nabburg mit starker Stimme im Stadtrat zu vertreten. Dafür warben sie um die Stimmen der Wähler.

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