Nabburg
24.02.2021 - 22:16 Uhr

Suche nach weiterem Impf-Standort

Der Landkreis Schwandorf braucht ein weiteres Standbein für ein Impfzentrum. Die Kapazitäten in Nabburg werden nicht ausreichen. "Wir sind auf Standortsuche", betont Manuel Lischka, einer der beiden Impfbeauftragten des Landkreises.

Das Nabburger Impfzentrum wird an seine Kapazitätsgrenze stoßen. Landkreis und B.A.D sind auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten. Bild: Völkl
Das Nabburger Impfzentrum wird an seine Kapazitätsgrenze stoßen. Landkreis und B.A.D sind auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten.

Derzeit werden verschiedene Objekte in Augenschein genommen, um die bestehende Impfkapazität zu erhöhen. Sinnvoll wäre aus logistischen Gründen eine Erweiterung "in der Nähe" der jetzigen Einrichtung, meint Landratsamtsprecher Hans Prechtl. Man könnte auf die bestehenden Anliefer- und Lagermöglichkeiten für den Impfstoff zurückgreifen und das Personal flexibel einsetzen.

Wie Manuel Lischka ergänzt, ist man im gesamten Landkreisgebiet auf der Suche nach geeigneten Möglichkeiten. Flächen oder Gebäude müssen zur Verfügung stehen, die Infrastruktur in punkto Anfahrt und Parken geeignet sein. "Und das Ganze muss skalierbar sein" betont Manuel Lischka mit Blick darauf, dass nicht gesagt werden könne, "wie lange wir die Räume nutzen".

Deutschland und die Welt14.04.2021

Die Zahl der Impfungen im Landkreis stieg in der vergangenen Woche deutlich schneller an. Der Grund: Am 23. Februar wurde die erste Charge – 600 Dosen – von Astra Zeneca gespritzt. „Auch für diesen Impfstoff ist die Akzeptanz bei uns durchaus respektabel“, betont Landratsamts-Sprecher Hans Prechtl in einer Pressemitteilung.

Am 16. Februar lag die Zahl der Impfungen im Landkreis noch bei 8960. 3920 Spritzen wurden durch mobile Teams verabreicht, 4290 im Impfzentrum und 750 in Krankenhäusern. In der Woche vom 17. bis 23. Februar kamen weitere 1880 Impfungen hinzu – 410 mobil, 1290 im Impfzentrum und 180 in Krankenhäusern. Somit lag die Zahl der Impfungen am 23. Februar bei 10 840 (4330 mobil, 5580 im Impfzentrum und 930 in Krankenhäusern).

Quote bei 4,74 Prozent

Wie Prechtl weiter mitteilt, haben 3820 Personen die zweite Impfung erhalten. Bislang wurden im Landkreis 7020 Personen geimpft, was einer Impfquote von 4,74 Prozent entspricht. Sie auch diese Woche über dem bayerischen (4,48 Prozent) und bundesweiten (4,10 Prozent) Durchschnitt.

Ein Blick auf die Entwicklung in den vergangenen sieben Tage: Nachdem es in Weiding sieben Wochen lang keinen Corona-Fall gab, taucht die kleinste Gemeinde im Landkreis Schwandorf nun wieder in der Statistik auf. Insgesamt verzeichnet der Landkreis in den vergangenen sieben Tagen 195 Neuinfektionen.

195 neue Fälle in den Gemeinden

In 28 von 33 Gemeinden im Landkreis Schwandorf wurden in den vergangenen sieben Tagen Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am längsten ohne Fall – nämlich seit drei Wochen – ist Gleiritsch. „In Weiding, das zuletzt sieben Wochen ohne Fall blieb, ist ein Fall aufgetreten“, teilt Prechtl mit.

Insgesamt sind in diesem Sieben-Tages-Zeitraum im Landkreis Schwandorf 195 neue Infektionen festgestellt worden. Statistisch betrachtet gab es demzufolge vom 17. bis 23. Februar eine neue Infektion pro 760 Einwohner (148 105 Einwohner im Landkreis geteilt durch 195 Fälle).

 
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