31.10.2019 - 11:14 Uhr
NabburgOberpfalz

THW-Großübung: Proben für den Ernstfall

Ein Lastwagen rast in ein Wohnhaus. Dieses droht daraufhin einzustürzen. Das Dach einer großen Halle kann den Schneemassen nicht mehr standhalten und steht kurz vor dem Kollaps.

Einsatzkräfte aus der ganzen Region, insgesamt fast 100, waren an der Großübung des THW beteiligt.
von Externer BeitragProfil

Ein Lastwagen rast in ein Wohnhaus. Dieses droht daraufhin einzustürzen. Das Dach einer großen Halle kann den Schneemassen nicht mehr standhalten und steht kurz vor dem Kollaps. Einsatzszenarien, die die Bevölkerung sehr schnell einholen können. Im Ernstfall muss dann jeder Handgriff sitzen. Dazu wollen auch die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) bestens vorbereitet sein. 

"Deshalb übten am Samstag in Neumarkt in der Oberpfalz fast 100 THW-Einsatzkräfte insbesondere das Abstützen von Gebäudeteilen", berichtet Veronika Engler, Mitarbeiterin der Regionalstelle Schwandorf. THW-Ortsverbände aus der ganzen Oberpfalz, nämlich aus Amberg, Cham, Lauf, Nabburg, Neunburg vorm Wald, Oberviechtach, Roding, Parsberg, Schwandorf und Neumarkt selbst hatten sich auf den Weg zu dem Neumarkter Firmengelände gemacht, wo eine ehemalige Produktionshalle ideale Voraussetzungen für die großangelegte Übung bot. Unter anderem mit im Gepäck: Das Einsatz-Gerüst-System (EGS), ein modulares System zum Abstützen von Wänden und Decken, welches den Einsatzkräften des THW zur Verfügung steht, sowie jede Menge Bauholz. 

An mehreren Stationen in dem verlassenen Fabrikgebäude erprobten die Helferinnen und Helfer verschiedenste Techniken zum Absichern einsturzgefährdeter Gebäude. "Die Ehrenamtlichen errichteten mit dem Einsatzgerüst Konstruktionen, die ganz unterschiedliche Zwecke erfüllen", ist Engler stolz auf die Einsatzkräfte. So konnten mit dem Gerüstsystem einzelne Wände vor dem Einsturz bewahrt werden. Auch ein beschädigtes Hallendach musste über mehrere Stockwerke hinweg abgestützt werden. Ebenso vielseitig anwendbar, wie das spezielle Einsatz-Gerüst-System, sind Abstützsysteme aus Holzbalken. 

Auch diese kamen zum Einsatz. Dazu weiß Florian Seitz, Baufachberater des THW: "Die THW'ler fertigten sie direkt vor Ort und konnten die Stützen so genau an die lokalen Gegebenheiten anpassen." Mit Hilfe von Motorsägen und Bohrern errichteten sie innerhalb kürzester Zeit Holzkonstruktionen, die tonnenschwere Lasten tragen können. Bei der Einsatzübung stand jedoch nicht nur die Bautechnik im Vordergrund. Auch das Zusammenspiel der Führungskräfte und der Erfahrungsaustausch zwischen den Ortsverbänden nahmen eine wichtige Rolle ein. Ausbilder, welche einen speziellen Lehrgang absolviert haben, vermittelten zusätzliches Wissen zu der Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten, um die Helferinnen und Helfer bestmöglich auf den Ernstfall vorzubereiten.

THW-Großübung.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.