29.12.2019 - 13:08 Uhr
NabburgOberpfalz

ÜPW: Kurt Koppmann bleibt weiterhin Vorsitzender

Mit einer bewährten Führungsmannschaft tritt die Überparteiliche Wahlgemeinschaft Nabburg (ÜPW)in den Kommunalwahlkampf 2020 ein. Die Jahreshauptversammlung bestätigte Kurt Koppmann erneut als ersten Vorsitzenden.

Eine bewährte Führungsmannschaft führt die ÜPW in den kommenden Wahlkampf. Kurt Koppmann (Vierter von links) wurde erneut als Vorsitzender bestätigt. Weitere Vorstandsmitglieder sind (von links): Horst Jäger, Alois Hösl, Hans-Günther Wilhelm, Max Peither, Karin Schmidbauer, Helmut Ertl und Anton Schopper.
von Richard BraunProfil

Die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen der ÜPW im Gasthaus "Kräuterbeck" stand ganz im Zeichen der Kommunalwahlen. Die Nominierung der Kandidaten für den Stadtrat findet erst zum Jahresbeginn statt. Seit März 1990 ist die ÜPW eine feste Größe in der Stadtpolitik. Mit dem Stadtrat Kurt Koppmann stellt die Wahlgemeinschaft den zweiten Bürgermeister und mit Stadtrat Horst Jäger ein Mitglied im Hauptausschuss. Nach seinem Austritt aus der CSU-Fraktion ist mit dem fraktionslosen Stadtrat Helmut Ertl ein weiteres ÜPW-Mitglied im Stadtrat vertreten.

Die ÜPW versteht sich als ausgleichendes Element im Stadtparlament, dessen Mandatsträger frei und ohne politische Vorgaben ihre Entscheidungen fällen. "Diese Maxime soll auch weiterhin Bestand haben", erklärte Vorsitzender Koppmann. Stadtrat Horst Jäger sprach über die aktuelle Stadtpolitik: "Die ÜPW legt keinen Wert auf Showeinlagen. Ihr Bestreben ist eine sinnvolle und konstruktive Arbeit im Hintergrund." Die Zusammenarbeit aller Fraktionen im Stadtrat sei größtenteils sachorientiert. "Die Stimmung im Gremium ist wesentlich besser als sie nach außen dargestellt wird", erklärte Jäger.

Als einmalig in Bayern wertete er die Anordnung über die Erstellung eines Baulärmgutachtens beim Ausbau des Bahnüberganges. "So etwas gab es bisher noch nicht und führt nur zu unnötigen Verzögerungen", so der Stadtrat. Der Bau eines Handelszentrums steigere die Attraktivität - besonders des westliche Stadtteils.

Für große Aufregung sorgt dagegen der Bau einer mehrgeschossigen Wohnanlage in der Krankenhausstraße. "Das angestrebte Bürgerbegehren gegen das Bauvorhaben führt nicht zum Erfolg und bringt wenig", ist Jäger überzeugt. Besser wäre es , wenn sich die Stadt, der Bauträger und die Anlieger an einen Tisch setzen und gemeinsam nach Lösungen suchen würden.

Zu diesem Thema stellte Kurt Koppmann klar, dass die Stadt nicht die Genehmigungsbehörde für die Planung ist - wie öfters behauptet werde -, sondern der Stadtrat lediglich das Einvernehmen herstellen kann. Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt. Koppmann ging noch auf die Notwendigkeit ein, die Mittelschule zu sanieren und den Bau eines neuen Kindergartens. Beides werde in Kürze in Angriff genommen. Die Erneuerung der Kanal- und Wasserleitung im Zuge des Ausbaues der Regensburger und Oberviechtacher Straße hat viele Mittel gebunden. "Viele Investitionen werden von den Bürgern gewünscht. Die Kassenlage setzt dem Ganzen aber bestimmte Grenzen", erklärte Koppmann.

Da alle bisherigen Führungskräfte erneut zu einer Kandidatur bereit waren, gingen die Neuwahlen schließlich reibungslos über die Bühne. Einstimmig wurde dem bisherigen Vorsitzenden Kurt Koppmann erneut das Vertrauen ausgesprochen. Als sein Stellvertreter wurde Hans-Günther Wilhelm erstmals in die Vorstandschaft gewählt. Als dritter Vorsitzender erhielt Horst Jäger die Zustimmung der Mitglieder. Die Kasse führt weiterhin Anton Schopper und für das Protokollbuch ist Schriftführer Max Peither zuständig. Zu Beisitzern wurden Karin Schmidbauer, Helmut Ertl, Alois Hösl und Josef Ferstl gewählt.

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