22.10.2020 - 19:10 Uhr
NabburgOberpfalz

Verhaltenes Jubiläum mit Tiefgang

"Voice & Strings" haben Geburtstag. Die Feier wird zu einem Konzert der besonderen Art in der Spitalkirche.

Verhalten, aber stimmungsvoll: Das Jubiläumskonzert von Steffi Denk und Hans Yankee Meier in der Nabburger Spitalkirche.
von Autor KBWProfil

Wenn zu „normalen“ Zeiten ein 20. Geburtstag gefeiert wird, geht es ziemlich ausgelassen zu. Nicht so im Oktober 2020. Zu „20 Jahre Voice & Strings“ erscheinen die Gäste paarweise mit Gesichtsmaske, nehmen in gebührendem Abstand voneinander Platz, ihre Mäntel und Anoraks behalten sie bei sich. Es gibt keine Garderobe, keinen Stehtisch zum geselligen Plausch bei einem Glas Sekt oder Bierchen. Nein, es werden erst gar keine Getränke an diesem Festabend in der Nabburger Spitalkirche angeboten, in die das Schmidt-Haus sein Herbstprogramm verlagert hat.

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Nabburg

Auch die „Jubilare“ Steffi Denk und Hans Yankee Meier betreten mit Maske die Bühne. Publikum und Künstler begegnen sich ob der aktuellen Situation sehr verhalten, ja fast unsicher. Statt donnerndem Begrüßungsapplaus – man kennt sich ja schon lange – höflicher Beifall, und sogar das Temperamentsbündel Steffi Denk erscheint fast schüchtern bei ihren anfänglichen Ansagen.

Doch dann entwickelt sich im Laufe des Abends eine besondere Stimmung, getragen von der Erleichterung der Künstler endlich wieder einmal vor Menschen aufzutreten und der Freude des Publikums Musik seiner Richtung von perfekten und sympathischen Musikern nach langer Zeit live zu erleben. Der Raum der Spitalkirche trägt entsprechend dazu bei. Die Apsis, in verschiedene Farbstimmungen getaucht, bildet einen stimmungsvollen Hintergrund.

„Best of Stevie Wonder“ in der hervorragenden Denk-Meier Interpretation für Stimme und Gitarre bildet den Schwerpunkt des Konzerts. Ergänzt, ja veredelt, wird das Ganze durch Steffis Reminiszenzen an Sangesgrößen wie Aretha Franklin, für die der Kirchenraum eine wunderbare Resonanz bietet. Ganz andächtig wird es dann, wenn Yankee Meier solo Cat Stevens „Morning has broken“ nur auf der Gitarre zelebriert. Künstler und Publikum rücken zusammen. Lang anhaltender, dankbarer Applaus für ein Konzert, wie es vor 2020 nie vorstellbar war.

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