22.02.2019 - 15:24 Uhr
NabburgOberpfalz

Warten auf den Kobold der Lüfte

Sein Federschopf verleiht ihm ein keckes Aussehen. Wer einen Kiebitz beobachtet, versteht, warum er als Kobold der Lüfte bezeichnet wird. Die ersten Durchzügler des in Südeuropa überwinternden Vogels machen bereits im Landkreis Station.

Sein Federschopf verleiht dem Flugkünstler Kiebitz ein keckes Aussehen. Früher war er ein Allerweltsvogel, heute gibt es im Landkreis nur noch wenige Brutpaare,
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Die Mitglieder des Landesbunds für Vogelschutz erwarten den Gast bereits: An den Langwiedteichen bei Nabburg richten sie einer Pressemitteilung zufolge für die etwa taubengroßen Vögel ein Brutbiotop her. Im vergangenen Jahr konnten sie sich dort über die letzten beiden Brutpaare des selten gewordenen Vogels im Landkreis freuen.

Heuer sollen es wieder mehr werden, hoffen der LBV-Vorsitzende Zeno Bäumler und seine Mitstreiter. Eine flache Mulde am Boden und ein paar Grashalme: fertig ist das Kiebitznest. Damit die brütenden Vögel Feinde rechtzeitig wahrnehmen können, darf das Gras nicht zu hoch sein. Auch Büsche und Bäume in Nestnähe mögen die Bodenbrüter nicht. Sowohl die Eier, als auch die Jungvögel sind durch ihre Färbung zwar bestens an die Umgebung angepasst und deshalb schwer zu entdecken.

Doch die Vögel lassen sich nur dort nieder, wo alles passt. In den vergangenen Wochen setzte eine Fachfirma unter der Mithilfe von LBV-Mitgliedern Büsche und Hecken auf den Stock. Einiges Schnittgut schichteten sie zu Haufen auf, die nun Amphibien oder Eidechsen als Versteck dienen. In den auf der angrenzenden Wiese angelegten Senken kann sich Wasser sammeln. Dort können die Kiebitze mit ihren Jungen auf Nahrungssuche gehen. Natürlich wurden die Maßnahmen mit den Naturschutzbehörden abgestimmt.

Wer mehr erfahren will, ist zu einem Rundgang an den Langwiedteichen eingeladen. Mitglieder der LBV-Kreisgruppe informieren am Sonntag, 28. April, um 15 Uhr über das Artenschutzprojekt für den Kiebitz und andere Wiesenbrüter.

LBV-Aktive entfernen rund um die Wiese an den Langwiedteichen einige Gehölze, damit der Kiebitz und andere Wiesenbrüter sich dort wohlfühlen und brüten.
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