Schon beim Aufbau hatten viele der Anbieter über die Dekoration ihrer Verkaufsbuden hinaus für Unterstellmöglichkeiten und wärmende Feuerstellen gesorgt. So tat der ein oder andere Schauer der Stimmung keinen Abbruch. Mit heißen Getränken oder leckeren Speisen versorgt und dazu netten Gesprächen vor den Auslagen wurde das Wetter schnell zur Nebensache.
Illuminierte Kirche
Noch dazu bot die innen illuminierte Nikolauskirche einen Anziehungspunkt durch die kleine, aber feine Krippenausstellung. Später, nachdem die Lucia-Lichterschiffchen von der Pfarrkirche ihren Weg zur und über die Naab gefunden hatten, kam noch ein musikalischer Anreiz hinzu: Mit Unterstützung des Nachwuchsorchesters der Jugendblaskapelle traten Mitglieder des Kinderchores in Tiergestalt zu einem Wettstreit um einen Platz in der Krippe an. Der Rat von Bethlehem kürte schließlich unter großem Applaus einen - wenn wunderte es - Esel zum Sieger.
Lange stand er im Fokus der Zuschauer - bis der Heilige Nikolaus erschien. Er erfreute vor allem die kleinen Gäste mit Gaben und verschwand schließlich wieder ins Markttreiben Richtung Naabufer. Während dort im Lichter- oder Feuerschein der Abend noch gesellig ausklang, wurde es in der Kirche etwas stiller. Für Besinnlichkeit sorgten hier Irene Ehemann mit Gedichten und Geschichten in Mundart sowie Stadtheimatpfleger Raphael Haubelt, der aus Aufsätzen von Konrad Haller über Adventbräuche in der Oberpfalz zitierte. Mit Zitherspiel klang der Abend aus.
Schöne Akzente
Bis zum letzten Platz gefüllt hatte sich die stimmungsvoll erleuchtete Nikolauskirche am Sonntagmorgen zum Patroziniumsgottesdienst. In seiner Predigt forderte Pfarrer Hannes Lorenz die Gläubigen auf, die jetzt spürbare Hoffnung auf den Erlöser über die Advents- und Weihnachtszeit hinaus aktiv im Herzen zu behalten und danach nicht wie all die Festdekoration wieder in Kartons zu verpacken.
Eben jene Lebendigkeit wurde am Nachmittag ganz besonders deutlich. Den ersten Akzent setzte der Kindergarten St. Marien. In einer kleinen Aufführung zeigten die Sprösslinge mit Begeisterung singend und spielend ihre Sympathie zum Heiligen Nikolaus, bevor dieser danach im Zwergerlgottesdienst nochmals selbst in Erscheinung trat. Mit seiner Hilfe und viel Engagement der Akteure wurde jene Geschichte vor Augen geführt, in der der Heilige aus Myra seinerzeit einer verarmten Familie half. Auf wundersame Weise wurde sie des nächtens mit Säcken voller Brot, Kleidung oder Schuhen bedacht - letztere gefüllt mit kleinen Geschenken. Die hatte der Nikolaus auch heuer wieder dabei.
Auch draußen auf dem trotz regnerischen Wetters mittlerweile gut besuchten Markt waren schon zu den Klängen der Jugendblaskapelle die Lichter entzündet worden. Den musikalischen Abschluss des Nikolausmarktes bildet aber wie üblich ein Abendkonzert in der Kirche, heuer gestaltet durch die "Geschwister Winterer". In erweiterter Besetzung nahmen sie mit Texten und Liedern ihre Zuhörer mit auf eine kleine Zeitreise bis Weihnachten hin - in ursprünglicher Mundart und am Ende mit ganz persönlichen Wünschen für die bevorstehenden Festtage.















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