06.05.2020 - 16:52 Uhr
NabburgOberpfalz

Willkommen zurück in der Kirche

Endlich ist die unfreiwillige Fastenzeit auf Gottesdienste zu Ende. Aus Respekt vor der Krankheit sind allerdings Schutzmaßnahmen sinnvoll und notwendig. Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat setzen die Vorgaben der Diözese um.

"Hier hat Gott für Dich einen Platz vorbereitet." Diese Aufkleber markieren die Plätze der Gottesdienstteilnehmer. Pfarrer Hannes Lorenz hat die 2-Meter-Abstände persönlich vermessen. Die Gotteslobe - noch im Bild - wurden, wie vorgegeben, eingesammelt und eingelagert.
von Sepp FerstlProfil

"Die Gemeinschaft beim Gottesdienst zu spüren ist notwendig und die Gemeinschaft mit Jesus Christus in der Eucharistie unmittelbar zu erleben, kann durch keinen Live-Stream und kein Gebet ersetzt werden. Nun haben hoffentlich viele Pfarrangehörige Sehnsucht nach der Heiligen Messe", so Stadtpfarrer Hannes Lorenz. "Ich freue mich schon, endlich wieder eine "volle" Kirche vor mir zu haben. Ich freue mich auf ein Wiedersehen nach sieben Wochen "ohne Gemeinde", bekennt der Geistliche.

Natürlich sind die überall in der Diözese geltenden Regeln zu beachten. "Wir möchten versuchen, unter Einhaltung aller geltenden Bestimmungen vielen die Mitfeier zu ermöglichen", versichert Pfarrer Lorenz. Für jede Kirche gilt eine Zugangsbeschränkung, die den nötigen Abstand zwischen den Teilnehmenden garantiert. Zusammen mit Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung wurden für die Pfarrkirche Nabburg eine Höchstteilnehmerzahl von 90 Personen festgelegt. (Die Zahlen für Perschen sind maximal 30 und Brudersdorf maximal 12 Personen und Stehplätze vor der Kirche mit Lautsprecher, dort werden einstweilen nur Werktagsgottesdienste stattfinden). Damit niemand an der Kirchentür abgewiesen werden muss, weil die Kirche schon voll ist, ist eine telefonische Anmeldung (oder per E-mail) im Pfarrbüro für die Gottesdienste am Samstag und Sonntag notwendig.

Die Zahl der Sonntagsmessen wird zunächst einmal erhöht, um vielen Gläubigen die Teilnahme zu ermöglichen. (Samstag 18 und 19 Uhr, Sonntag: 8, 9 10 und 11 Uhr sowie Abendmesse 19 Uhr.) Sollten die zusätzlichen Gottesdienstzeiten nicht benötigen werden, wird wieder reduziert. Für den Monat Mai werden die Gläubigen gebeten, möglichst ein "Abonnement" zu reservieren. Das erleichtert für den Anfang das Planen und Vorbereiten. Die Plätze in der Kirche sind gekennzeichnet. Ehepaare und Familien dürfen zusammensitzen, jedoch muss dann der Abstand zu den nächsten Personen gewahrt bleiben. Um dies zu gewährleisten, sind bei den Sonntagsgottesdiensten Ordner eingeteilt.

Um den Abstand auch beim Zugang und Verlassen der Kirche sicherzustellen, wird bei den Sonntagsgottesdiensten der Seiteneingang (Pfarrhofseite) zum Eingang und das Hauptportal zum Ausgang. Die Ordner werden nach dem Namen fragen, um die Angemeldeten mit der Liste abzugleichen. In den Kirchen werden aus hygienischen Gründen keine Gotteslobe aufliegen. Für den reduzierten Volksgesang müssen die eigene von Zuhause mitgebracht werden.

Bei der Feier der Heiligen Messe dürfen zum Sprechen nur der Priester und die Lektoren den Mundschutz abnehmen, die Gläubigen nur zum Kommunionempfang. Das Kollektenkörbchen wird beim Ausgang aufgestellt. Für den Kommunionempfang gilt weiterhin: Mundkommunion ist nicht möglich. Die Kommunion wird als Handkommunion "mit der Zange" gereicht. Dazu gehen Priester und Kommunionhelfer durch Mittelgang und Seitengänge.

Gottesdienste im Freien sind mit einer auf 50 Personen begrenzten Teilnehmerzahl unter Gewährleistung der Abstandsregel möglich. Auf diese Weise wird auch versucht, die Bittgottesdienste und die Schauermessen in den Dörfern zu feiern. Pfarrer Lorenz weist darauf hin, dass Angehörige von Risikogruppen ihr "Sonntagsgebot" auch weiterhin erfüllen, wenn Sie den Gottesdienst in TV und Internet mitfeiern, beziehungsweise Hausgottesdienste beten. "Niemand muss und soll den Gottesdienst in der Kirche mitfeiern, wenn dadurch ein besonderes Risiko entsteht."

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