11.08.2020 - 18:07 Uhr
NabburgOberpfalz

Zuschuss für SVE-Gruppe reicht nicht

Die bisher in Aussicht stehende Förderung ist der Stadt zu gering. Sie will deshalb keine SVE-Gruppe in einer Kindertagesstätte anbieten. Das wurde in der Stadtratssitzung in Nabburg bekannt gegeben.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Bereits in der vorhergehenden Sitzung des Stadtrates war über die Planung einer schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) mit einer Gruppe in Diendorf diskutiert worden. Nachdem sich mittlerweile auch der Bedarf für eine weitere neue Kindertageseinrichtung im Stadtwesten herausgestellt hat, bestünde auch die Möglichkeit, sie dort einzugliedern. Die SVE wäre dann eine komplett eigenständige Gruppe, bezüglich Bau- und Betriebskostenförderung unabhängig von der Kita.

Bei einer Besprechung mit der Regierung der Oberpfalz wurden dann grundsätzliche Fragen geklärt. Ergebnis: Die SVE ist Bestandteil des Sonderpädagogischen Förderzentrums in Nabburg; der Schulleiter leitet auch die SVE. Sie befindet sich allerdings in privater Trägerschaft. Den Personal- und Sachaufwand übernimmt dieser Träger, derzeit die Lebenshilfe Schwandorf (eventuell künftig das BRK). Der Freistaat fördert ihm die Personalkosten, den Sachaufwand sowie Beförderungs- und Baukosten. Bei den Baukosten liegt der Fördersatz bei 80 Prozent. Die Lebenshilfe könnten ihren Anspruch auf die Stadt abtreten. Ein eigener Anspruch für die Stadt besteht auch dann nicht, wenn die SVE-Räume von ihr errichtet werden. In einem Gespräch mit dem Roten Kreuz sei versichert worden, dass mit der Lebenshilfe Schwandorf und möglicherweise dem Landkreis eine Lösung gesucht wird, die kompletten Baukosten zu übernehmen. Abschließend lautete die Bekanntgabe: "Sollte es bei der Förderung in Höhe von 80 Prozent bleiben, kann die Stadt Nabburg eine SVE-Gruppe in derselben Einrichtung wie eine Kindertageseinrichtung nicht anbieten."

Weiterer Artikel aus der Stadtratssitzung

Nabburg

Zusatzkräfte für Kindergärten: Für die beiden Kindergärten St. Angelus und St. Marien beantragte der Träger, die katholische Kirchenverwaltung, jeweils die Beschäftigung einer zusätzlichen pädagogischen Kraft für eine integrative Bildungs- und Erziehungsarbeit. Für das nächste Kindergartenjahr seien bisher sieben Kinder mit Behinderung oder drohender Behinderung angemeldet. Auf die Stadt kommen dadurch 35 640 Euro (Vorjahr: 35 468 Euro) zu. Das akzeptierte der Stadtrat ebenfalls einstimmig.

Zuschuss für Kirchenrenovierung: In der Sitzung lag dem Stadtrat ein Antrag der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Nabburg-Pfreimd vor. Er zielte auf eine Bezuschussung der dringend notwendigen Renovierung der evangelischen Laurentiuskirche mit Sakristei ab. Dabei handelt es sich um die ehemalige Burgkapelle, die unter Denkmalschutz steht. Zur Zeit regne es durch das Dach hinein, was unbedingt behoben werden müsse, auch um weitere Schäden zu vermeiden. Das Vorhaben ist mit 160 000 Euro veranschlagt und wird von verschiedenen Stellen bezuschusst. Der Stadtrat befand einstimmig, 3500 Euro beizusteuern.

Neuer Weg in Neusath: Bei einer Überprüfung des Straßen und Wegebestandsverzeichnisses stellte sich heraus, dass die Umwidmung des öffentlichen Feld- und Waldweges "Straßfeldweg III" in Neusath noch aussteht. Die Änderung ergab sich mit dem Bau des Museumsdepots und des Verwaltungsgebäudes im Freilandmuseum. Das Verfahren wurde einstimmig in Auftrag gegeben.

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