Die Hasenpest machte Schlagzeilen: Bei beziehungsweise nach einer Treibjagd Ende Oktober im Brudersdorfer Revier bei Nabburg hatten sich mehrere Jäger, ein Helfer, der Kontakt zu einem Jagdhund hatte, und zwei Mitarbeiter des wildverarbeitenden Betriebs mit der Hasenpest infiziert. Gestern kamen ein neuer Krankheits- und ein Verdachtsfall hinzu, berichtet der Pressesprecher des Landratsamtes Schwandorf, Hans Prechtl.
Nach so langer Zeit? Beim Staatlichen Gesundheitsamt Schwandorf geht man von drei bis fünf Tagen Inkubationszeit aus. Doch es seien durchaus auch Einzelfälle bekannt, in denen die Tularämie – mit grippeähnlichen Symptomen – erst nach drei bis vier Wochen festgestellt wurde, betont Hans Prechtl. Konstitution und Anfälligkeit des Betroffenen könnten eine Rolle spielen.
Nach den elf Fällen gibt es nun eine weitere Person, die derzeit im Klinikum Amberg stationär behandelt wird. Sie ist in dem besagten Wildverarbeitungsbetrieb im westlichen Landkreis tätig.
Ein erhöhter Titeranstieg wurde ebenfalls bei einer Frau registriert, die mit einem der Jagdhunde in Berührung gekommen ist. Hier besteht laut Prechtl zum jetzigen Zeitpunkt "der Verdacht auf Hasenpest".
Ist noch mit weiteren Fällen zu rechnen? Prechtl ist angesichts der überraschenden Sachlage sehr vorsichtig: "Ich möchte kein definitives Nein sagen."















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.