21.05.2019 - 15:21 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Ansprüche an Prothesen steigen

Das Sibyllenbad-Forum befasste sich mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken. Dr. Torsten Friese und Physiotherapeutin Katrin Kropf hatten viele Fragen zu beantworten.

Dr. Torsten Friese.
von Externer BeitragProfil

Implantationen von künstlichen Hüft- und Kniegelenken gehören zu den häufigsten Operationen in Deutschland. Dennoch gibt es auf diesem Gebiet immer wieder etwas Neues, wie Dr. Torsten Friese betonte. Der ärztliche Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Stiftland informierte beim Sibyllenbad-Forum über das künstliche Hüft-und Kniegelenk. Als hochstandardisiertes Operationsverfahren würden diese Implantationen rund 400 000 Mal jährlich stattfinden, der größte Anteil in zertifizierten Endoprothetikzentren wie dem in Tirschenreuth mit seinem Kooperationspartner, dem MVZ Stiftland Waldsassen.

In diesen Zentren werde durch Einhaltung interdisziplinärer Verfahrensprozesse eine erhöhte Patientensicherheit, Versorgungs- und Ergebnisqualität gewährleistet, betonte der Orthopäde. Er zeigte auf, wann ein Kunstgelenk notwendig wird und erläuterte die Unterschiede der vielen Prothesenmodelle. Der letzte Teil des Vortrages bezog sich auf Neuerungen. Dabei ging es um patientenspezifische Implantate, Robotertechnik und Werkstoffoptimierung, die laut Dr. Friese von einer stetigen Weiterentwicklung der Implantate, Instrumente und Operationstechniken zeugen würden. Ziel sei es, den erhöhten Anspruch der Patienten an ihre Prothese zu erfüllen und deren sogenannte Standzeit zu verlängern.

Katrin Kropf, Physiotherapeutin im Sibyllenbad, erläuterte die wesentlichen Therapiemöglichkeiten vor und nach einer Operation. Kropf, die seit 18 Jahren im Sibyllenbad arbeitet, kümmert sich dort gemeinsam mit 20 Therapeuten sowie 6 Assistentinnen um die Patienten. Nach einer Gelenk-OP sorgen sie dafür, die Operierten aus ihrer Schonhaltung zu bringen und geben Anleitungen für das Selbsttraining.

Im Sibyllenbad sei die Krankengymnastik als trockene Einzelanwendung wichtig, um die Gelenke zu stabilisieren, die Beweglichkeit zu fördern, Bänder und Muskulatur zu stärken. Außerdem sei nach der Operation oder präventiv eine Serie von Radon-Kohlensäure-Kombinationsbädern möglich, um Gelenkentzündungen zu hemmen und die Durchblutung im Körper zu fördern. Die beiden Referenten beantworteten dem sehr interessierten Publikum noch zahlreiche Fragen.

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