11.02.2019 - 14:13 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Bündnis für fairen Handel wächst

Immer mehr Partner beteiligen sich an diesem Projekt. Die Steuerungsgruppe benennt Ansprechpartner für die "Fairtrade-Gemeinde".

Bei der Zusammenkunft im Sengerhof mit Angela Frank und Bürgermeister Klaus Meyer (von links) kam es zu konkreten Ergebnissen auf dem Weg zur "Fairtrade-Gemeinde".
von Autor ENZProfil

Auf dem Weg zum Titel "Fairtrade-Gemeinde" ist eine wichtige Hürde genommen: Es wurde eine Steuerungsgruppe beim offenen Treffen aller Interessierten gegründet. Zunächst informierte Angela Frank von der Steuerungsgruppe Waldsassen noch einmal über die Ziele und Bedingungen dieser Aktion.

Ziel sei es, darüber nachzudenken, wo Produkte, die wir beziehen, herkommen, ob sie ohne Kinderarbeit und für eine faire Bezahlung hergestellt wurden. Als Bedingung nannte Frank, dass bei einer Einwohnerzahl, wie sie die Marktgemeinde aufweist, zumindest ein Geschäft, die Schule, die Kirchengemeinde, ein Verein und ein Gastronomiebetrieb mindestens zwei fair gehandelte Artikel in ihr Angebot oder ihre Veranstaltungen einbeziehen. Dabei sollen auch Informationen weitergegeben und die Menschen für dieses Thema sensibilisiert werden. Die Sprecherin informierte, dass bei den Fair-Trade-Artikeln den Erzeugern faire Preise gezahlt würden. "Wir wollen mit diesem Weg ein Zeichen setzen", betonte Bürgermeister Klaus Meyer, der weiterhin feststellte, dass noch einige Hürden zu nehmen seien. Johannes Saalfrank vom Gemeinderat und Ramona Ulrich von Seiten der Gemeindeverwaltung sind die verantwortlichen Ansprechpartner. Alle Anwesenden waren sich einig, dass regionale Produkte durch das Projekt nicht verdrängt werden dürften. Was es hier gibt, solle auch weiterhin hier gekauft werden, und was es hier nicht gibt (z.B. Kaffee und Schokolade), sollte mit fair gehandelten Produkten ergänzt werden. An diesem Abend kam man schon zu weitreichenden Ergebnissen, denn sowohl der "Adamhof" in seinem Hofladen als auch der Getränkemarkt werden zwei fair gehandelte Produkte in ihr Sortiment aufnehmen. Das "Marktplatzcafé", die "Altmugler Sonne" und der "Kesslsimerhof" verwenden bereits zwei faire Produkte.

Auch vom Rathaus, dem Katholischen Landvolk, dem Schützenverein, der Schule und dem Musikverein Ernestgrün gibt es Zusagen, bei den nächsten Festen und Veranstaltungen fair gehandelten Kaffee und ein weiteres Produkt anzubieten. Alle teilnehmenden Betriebe und Vereine werden nach und nach im Gemeindeblatt "Mein Neualbenreuth - Sibyllenbad" vorgestellt. Der Abend brachte also konkrete Ergebnisse und ein Bündnis für den fairen Handel ins Rollen.

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