21.03.2019 - 16:09 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Finanzamt ackert noch einmal nach

Das Kartoffelfest bescherte einen Rekordbesuch. Dies verdeutlicht Vorsitzender Alfons Schnurrer bei der Jahreshauptversammlung des Fremdenverkehrsvereins. Betrübt sind die Verantwortlichen jedoch über das Ergebnis einer Steuerprüfung.

Die bei den Kartoffelfesten geernteten Erdäpfel seien zur Essenszubereitung verwendet worden, vermutet das Finanzamt und fordert eine Steuernachzahlung.
von Autor ENZProfil

Bei dem Treffen im Adamhof in Hardeck kam das Thema beim Kassenbericht von Brigitte Meyer zur Sprache. Nach der Steuerprüfung für die Jahre 2014 bis 2016 ist eine Nachzahlung ans Finanzamt fällig – 12.000 Euro. Denn für diese drei Jahre sind nun auch Körperschaftssteuern und Gewerbesteuern zu zahlen, wie es hieß. Dabei geht es um alle Umsatz bringenden Veranstaltungen des Vereins – darunter auch das Kartoffelfest unter dem Motto "Herbstzauber".

Bei der Prüfung wurde vermutet, dass die Kartoffeln vom Feld für die Essenszubereitung verwendet wurden. Auch wurden willkürlich Sätze für das Essen angesetzt. Dagegen wurde Widerspruch eingelegt; der Verein hofft nun, dass bei einem klärenden Gespräch die Angelegenheit aus der Welt geschafft werden kann.

Bürgermeister Klaus Meyer ging in seinem Grußwort ebenfalls darauf ein und bemerkte: „Durch diese Vorgehensweise wird das Ehrenamt mit Füßen getreten. Wenn man Hochrechnungen fiktiver Art vornimmt, stimmt etwas nicht.“ Auch die Vermutungen und Unterstellungen kritisierte Meyer.

„Das ist schon paradox“, erklärte auf Anfrage von Oberpfalz-Medien Klaus Meyer und verwies auf den Motivwagen beim Münchenreuther Faschingszug: Dort war dargestellt worden, dass das Kartoffelfeld bereits vor dem offiziellen Start von den Besuchern geplündert wird. Und dies, so Meyer, sei bei den alljährlichen Veranstaltungen wirklich so der Fall. "Ich kann meine Hand ins Feuer legen, dass hier alles sauber läuft", so der Bürgermeister über die Verantwortlichen.

Auch Vorsitzender Alfons Schnurrer kam in seinem Rückblick auf das Kartoffelfest zu sprechen. Es wurden über 7000 Portionen Essen, 1200 Küchel und über 200 Kuchen und Torten verkauft, weiterhin 40 Hektoliter Getränke ausgeschenkt. Das erforderte von allen Mitarbeitern Höchstleistung. Die Kartoffeln auf dem Feld seien so begehrt, dass man meinen könnte, eine Hungersnot kommt. Beim Münchenreuther Faschingszug wurde das mit einem lustigen Motivwagen dargestellt.

Für ihn, Schnurrer, sei das Schönste gewesen, dass der Zusammenhalt der Mitglieder auch nach dem Fest weiterging und bis zum darauffolgenden Samstag alles aufgeräumt war. An der Nachfeier Ende Oktober nahmen im Gasthaus „Tillenblick“ viele Helfer teil. Dafür bedankte sich der Vorsitzende bei Familie Ulrich und Team, ebenso bei den Mitgliedern der Vorstandschaft, die für das Kuchen- und Dessert-Büfett sorgten. Das alles zeuge von einem guten Zusammenhalt im Verein.

Zum Weihnachtsmarkt führte Alfons Schnurrer aus, dass der erste Sonntag zwar ziemlich verregnet war, aber doch recht viele Gäste kamen. Dafür war am zweiten Sonntag schönes Weihnachtsmarktwetter. Tausende Gäste besuchten Neualbenreuth. Das Essen war an allen Ständen ausverkauft. Leider gestaltete sich die Suche nach Helfern für den zweiten Sonntag schwierig. Die Laternenwanderung zwischen den Jahren sei ein Selbstläufer. Meist kommen 40 Personen mehr als angemeldet sind. Für heuer seien wieder das Kartoffelfest am 6. Oktober und der Weihnachtsmarkt geplant, so der Vorsitzende weiter. Er bat um Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Ideen dazu. Außerdem wird der Fremdenverkehrsverein mit dem Schützenverein Ringelstein Ottengrün die Bewirtung der Gäste beim Fest der Blasmusik übernehmen. Hierfür sucht er noch Mitstreiter.

Am 28. und 29. Juni findet auf dem Hauptmarkt in Nürnberg gemeinsam mit dem Sibyllenbad, der Arge Stiftland und der Steinwald Allianz das zehnte Jubiläum der Präsentationen an diesem Ort statt. Dort werden neben der Blaskapelle Ernestgrün Blaskapellen aus dem Stiftland und dem Steinwald spielen. Helfer werden auch für diese Aktion noch gesucht.

Bei der Jahreshauptversammlung des Fremdenverkehrsverein legte der 1. Vorsitzende Alfons Schnurrer (rechts) seinen Bericht vor
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