18.03.2019 - 12:20 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Freie Sicht aufs Sibyllenbad

Die Anregung ist nicht neu: Bezirksrat und Bürgermeister Toni Dutz brachte wieder seinen Wunsch zur Diskussion. Vom Sibyllenbad Richtung Kleine Kappl sollte eine Sichtachse geschlagen werden.

Eine Sichtachse aus und in Richtung Sibyllenbad brachte Bezirksrat Toni Dutz in der jüngsten Versammlung des Zweckverbands ins Gespräch. Werkleiter Gerhard Geiger soll nun auf Wunsch von Bezirkstagspräsident Franz Löffler in Zusammenarbeit mit Vertretern der Naturschutzbehörde Vorschläge erarbeiten.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Auch Hotelgäste würden davon profitieren, meint der Wiesauer Bürgermeister. Denn bisher könnten die Besucher in den unteren Etagen nur auf undurchsichtiges Gestrüpp sehen. "Das ist angeflogen, nichts gepflanzt", schilderte Dutz im Hinblick auf die - wohl eher minderwertige - Qualität der heimischen Sträucher.

"Das steht nicht auf der Top-Agenda, aber danke für die Erinnerung", antwortete Werkleiter Gerhard Geiger. Bezirkstagspräsident Franz Löffler wollte die Attraktivität des Bades nicht außer Acht lassen. Der Zweckverbands-Vorsitzende gab aber angesichts der Qualität des Bewuchses, der die Sicht behindert, zu bedenken: "Ökologische Aspekte spielen schon eine gewisse Rolle. Ich bin kein Freund von großem Kahlhieb."

Er schlug vor, Geiger solle zusammen mit einem Vertreter der Naturschutzbehörde einen Vorschlag erarbeiten. Brigitte Scharf ging auf den laut Haushaltsplan geplanten Ankauf eines Mäh-Roboters ein und bat darum, nicht alles damit zu mähen, sondern "ein Fleckerl für Gänseblümchen" zu lassen.

Ansonsten freute sich die Bezirksrätin, dass es im Kurmittelhaus viel Natur gebe, keine Palmen aus Plastik. Bezirksrätin Gabriele Bayer schlug vor, auf dem Gelände des Kurparks Rundgänge mit Kräuterführern anzubieten. Bürgermeister Klaus Meyer erklärte, der Einsatz des Mäh-Roboters sei minimal; alles andere in Neualbenreuth blühe auf. Und die Qualität des Kurparks sei von Fachberater Harald Schlöger als hervorragend aus ökologischer Sicht bewertet worden.

Der Rathauschef verwies außerdem auf den Besuch des Fachausschusses für Bäderwesen am 5. Juni. Der Heilbäderstatus und der Name "Bad Neualbenreuth" auf den Ortsschildern würde die ganze Region aufwerten - bis hin zur Steigerung des Bekanntheitsgrades.

Meyer berichtete von einem Gespräch mit dem Bürgermeister von Cheb/Eger im Hinblick auf die Nutzung des Egerer Stadtwaldes auf bayerischem Gebiet. Bei dem Treffen sei erklärt worden, dass die touristische Bedeutung von Sibyllenbad nicht beeinträchtigt werden solle. Der Egerer Stadtwald werde deshalb auch künftig frei bleiben von Windkraftanlagen.

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