26.03.2019 - 11:24 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Lage weiter angespannt

Einstimmig billigte der Neualbenreuther Marktgemeinderat den Haushalt 2019. Die Kommune bleibt auf Investitionskurs, gleichzeitig wird das Konsolidierungskonzept fortgesetzt, um weitere Finanzhilfen erhalten zu können.

von Autor ENZProfil

Der Haushaltsplan 2019 sieht einen Verwaltungshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 3.459.810 Euro vor, das sind 123.526 Euro mehr als im Vorjahr. Der Vermögenshaushalt umfasst 4.528.508 Euro, 1.636.349 Euro mehr als im Vorjahr. „Der Vermögenshaushalt ist geprägt von enormen Investitionen, die die Heimatgemeinde attraktiv machen“, bemerkte Bürgermeister Klaus Meyer. 500.000 Euro wurden für die Sanierung des Kindergartens eingestellt. „Das ist ein solider Haushalt für die Zukunft der Marktgemeinde, mit dessen Erstellung der Kämmerer eine sehr, sehr gute Arbeit geleistet hat“, so Meyer weiter. Dennoch bleibe die Haushaltslage weiter angespannt.

Größere Veränderungen gegenüber dem Haushalt 2018 ergeben sich aus einem Plus an Gewerbesteuer-Einnahmen in Höhe von 25.000 Euro, dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (plus 39.500 Euro) und den Schlüsselzuweisungen mit einem Minus von 4000 Euro. Bei den Ausgaben sind es 4929 Euro mehr bei der Gewerbesteuerumlage und 21.500 Euro mehr bei der Kreisumlage. Außerdem können vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt nur geringere Zuführungen getätigt werden, unter anderem wegen der tariflich bedingten Erhöhung der Personalkosten und der zusätzlichen Einstellung eines Mitarbeiters im Bauhof, der Erhöhung der Schulverbandsumlage und der Kosten des Winterdienstes sowie der Kosten für den Heilbad-Antrag. Das Resümee von Kämmerer Stefan Döllinger lautete: „Für die Zukunft des Marktes Neualbenreuth ist es unerlässlich, den konsequenten Sparkurs der letzten Jahre weiter fortzusetzen. Durch die Beantragung einer Stabilisierungshilfe für 2019 besteht die Hoffnung, dringend notwendige weitere Hilfen zu erhalten, um die Konsolidierung weiter voranzutreiben.“

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Fortschreibung des Haushalts-Konsolidierungskonzeptes. Dies sei nötig, um einen erneuten Antrag auf Stabilisierungshilfe stellen zu können, wie es hieß. Klaus Meyer trug vor, in welchen Bereichen bereits Einsparungen getroffen wurden und bat um Hinweise, wo man noch sparen könnte. Er wies aber auch darauf hin, dass ein gewisser Standard und eine Mindestausstattung vorhanden sein müssten, um funktionsfähig zu bleiben. Die Fortschreibung des Haushalts-Konsolidierungskonzeptes wurde ebenfalls einstimmig beschlossen.

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