15.07.2019 - 10:10 Uhr
NeualbenreuthOberpfalz

Mit dem Rad von Neualbenreuth nach Eger

Die Premiere ist gelungen: Bei der ersten Pilgertour von der Gemeinde unterm Tillenberg in die westböhmische Nachbarstadt sind etwa 80 Teilnehmer mit von der Partie.

von Autor ENZProfil

Die Fahrrad-Pilger waren aus Cheb, Bärnau, Tirschenreuth, Mitterteich, Waldsassen und Umgebung angereist und kamen natürlich auch aus der Marktgemeinde Neualbenreuth.Die tschechischen Radler wurden vom Zweiten Bürgermeister der Stadt Cheb, Jiri Cerny, angeführt. Auch der Neualbenreuther Bürgermeister Klaus Meyer und seine Familie radelten mit.

Mit der Feuerwehr

Er begrüßte die Gäste auf dem Marktplatz und verwies auf die engen Beziehungen zwischen Neualbenreuth und Eger, die schon im Wappen sichtbar werden. Pfarrer George Parankimalil gab Gottes Segen den Wallfahrern mit auf den Weg und segnete die große Wallfahrtskerze, die ihren Weg im Auto nach Cheb nahm. Dann machte sich die Gruppe auf den Weg Richtung Grenze, wo die tschechische Feuerwehr wartete, um die Wallfahrer sicher zum Ziel, dem Kulturhaus "Svoboda", zu begleiten. Nach einer kurzen Verschnaufpause gingen sie zur Stadtpfarrkirche St. Nikolaus und St. Elisabeth, in die sie gemeinsam mit Pfarrer Petr Hruska einzogen. Jiri Cerny und Bürgermeister Klaus Meyer begrüßten die Anwesenden. Cerny gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass im kommenden Jahr noch mehr Teilnehmer an der Wallfahrt, die von Cheb nach Neualbenreuth führen wird, kommen werden.

Bürgermeister Klaus Meyer gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass dieses Projekt dazu beiträgt, im Herzen Europas die Zusammenarbeit diesseits und jenseits der Grenze für eine friedliche Zukunft zu stärken. Er lud alle ein, auch im kommenden Jahr an der Wallfahrt von Cheb nach Neualbenreuth teilzunehmen. Die zweisprachige Messe begann mit dem Lied "Großer Gott, wir loben dich", das jeder der Besucher in seiner Muttersprache sang. Feierlich war die Liturgie mit ihren Anklängen an Gregorianische Gesänge. Pfarrer Hruska hatte als Predigttext das Gleichnis vom barmherzigen Samariter gewählt.

Viel Not und Elend

Dabei erinnerte er zunächst an den Heiligen Nikolaus und die Heilige Elisabeth, denen die Stadtpfarrkirche geweiht ist. Beide hätten Samariterdienst ausgeübt. "So viel Not und Elend kommen über das Fernsehen in unsere Wohnzimmer, dennoch bringen sie uns nicht zum Handeln", so der Pfarrer. Er mahnte an, dass wir zwischen Gleichgültigkeit und Barmherzigkeit wählen können. Zur Barmherzigkeit gehöre aber auch der Weg zu sich selbst. Sie dürfe nicht dazu führen, dass wir uns selbst aufgeben und daran zerbrechen.

Am Ende der Messe fuhr der Pfarrer - zur großen Freude der Besucher - mit dem Fahrrad aus der Kirche. Danach waren alle Teilnehmer zu einem Mittagessen im Kulturhaus "Svoboda" eingeladen. Jeder erhielt als Geschenk eine kleine Verbandstasche fürs Fahrrad. Noch einmal sprach Bürgermeister Klaus Meyer seinen großen Dank an die tschechischen Partner für die tolle Organisation aus. Der Zweite Bürgermeister von Cheb lud alle ein, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

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