20.02.2020 - 09:53 Uhr
Neuenhammer bei GeorgenbergOberpfalz

Waldbrandrisiko steigt

Revierleiterin Anna Bruglachner-Zaschka informiert die Feuerwehren Neuenhammer und Georgenberg über eine Gefahr, die derzeit im Wald lauert. Die Aktiven sollen vorbereitet sein.

Revierleiterin Anna Bruglachner-Zaschka (Zweite von rechts) hat aufmerksame Zuhörer.
von Josef PilfusekProfil

Auch wenn die derzeitigen Witterungsverhältnisse nicht darauf schließen lassen: In unseren Wäldern herrscht ab Mitte März ein sehr großes Waldbrandrisiko. Schuld daran ist die winterdürre Bodenvegetation und der Umstand, dass noch keinerlei Grün ausgetrieben hat. Hier genügt eine unachtsam weggeworfene Zigarette, eine nicht vollständig gelöschte Feuerstelle oder der heiße Katalysator eines über dürrem Gras abgestellten Fahrzeugs, und schon heißt es für die Feuerwehren Neuenhammer und Georgenberg: Ausrücken zur Waldbrandbekämpfung.

Um für solche Einsätze gut gewappnet zu sein, hatte Georgenbergs stellvertretender Kommandant Oswald Hamann das Thema für eine gemeinsame Übung der beiden Wehren gewählt. Ausgehend von der Beschreibung der verschiedenen Waldbrandarten, wie Boden-, Kronen- und Vollfeuer und dem besonders gefährlichen Flugfeuer wurden die Kameraden über Brandursachen und Brandentwicklung, aber auch über die verschiedenen Löschmethoden informiert. Als die wirksamste Waffe gegen Waldbrände bezeichnete Hamann geländegängige Tanklöschfahrzeuge, die ihr Wasser gleich mit an Bord haben und es den Feuerwehrleuten ohne Zeitverlust ermöglichen, mit den Löscharbeiten zu beginnen, bis die Wasserversorgung über Schlauchleitungen sichergestellt worden ist.

Wie wichtig ein gutes Netz an Löschteichen und Wasserentnahmestellen ist, betonte die zuständige Revierleiterin der Bayerischen Staatsforsten, Anna Bruglachner-Zaschka. „Auch im Bereich des Forstbetriebs Flossenbürg ist die Anzahl der Waldbrände in den vergangenen Jahren stetig gestiegen“, wies die Beamtin hin. „Der bereits spürbare Klimawandel mit einer Häufung von extremen Trockenperioden und Zunahme der Gewitterintensität kann dies zukünftig verschärfen.“

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