Neuhaus an der Pegnitz
09.10.2022 - 12:46 Uhr

Traktorfahrer (36) stirbt bei Unfall in Mosenberg bei Neuhaus/Pegnitz

Zu einem tragischen Unfall kam es am Samstag in Mosenberg bei Neuhaus/Pegnitz. Ein Landwirt (36) erlitt tödliche Verletzungen, als er von seinem Traktor geschleudert wurde. Das Gespann fuhr anschließend herrenlos über einen Spielplatz.

Ein 36-Jähriger kam bei einem Unfall mit einem Traktorgespann in Mosenberg (Neuhaus/Pegnitz) zu Tode. Das führerlose Gespann rollte über einen Spielplatz. Verletzt wurde dabei niemand. Bild: FFW Neuhaus/Pegnitz
Ein 36-Jähriger kam bei einem Unfall mit einem Traktorgespann in Mosenberg (Neuhaus/Pegnitz) zu Tode. Das führerlose Gespann rollte über einen Spielplatz. Verletzt wurde dabei niemand.

Eine Fahrt mit einem landwirtschaftlichen Traktorgespann endete für einen Mann im Ort Mosenberg im Bereich Neuhaus/Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land) tödlich. Der 36-Jährige war mit seinem Fahrzeug an einer Unterführung hängen geblieben und aus dem Fahrzeug geschleudert worden. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei war der Mann gegen 12.30 Uhr mit seinem Traktorgespann im Gemeindeteil Mosenberg unterwegs. An einer Bahnunterführung blieb der Anhänger des Gespanns offensichtlich aufgrund seiner Höhe hängen, woraufhin der 36-jährige Fahrer aus dem Führerhaus geschleudert und schwer verletzt wurde. Das Fahrzeug selbst überquerte nun führerlos einen Spielplatz - auf dem sich zum Glück in dem Moment keine Personen aufhielten - und kam im Anschluss abseits der Fahrbahn im Flussbett der Pegnitz zum Liegen.

Für den verunglückten 36-Jährigen kam trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Die Unfallaufnahme liegt in der Zuständigkeit der Polizeiinspektion Hersbruck. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wird an diesen Ermittlungen ein Unfallsachverständiger beteiligt. Dieser hat seine Arbeit an der Unfallstelle bereits aufgenommen, heißt es im Polizeibericht weiter. Die polizeiliche Unfallaufnahme und die Bergung des verunglückten Traktorgespanns dauerten mehrere Stunden.

An der Bahnunterführung selbst entstanden bei dem Unfall leichte Beschädigungen. Nach einer Begutachtung durch Beauftragte der Deutschen Bahn konnte die Bahnstrecke am Samstag gegen 14.30 Uhr wieder für den Zugverkehr freigegeben werden.

Roland Löb von der Feuerwehr Neuhaus an der Pegnitz schildert gegenüber der Presse das Unglück so: "Beherzt haben Privatpersonen aus Ranna und Mosenberg unter sehr belastenden Bedingungen mit der Herz-Druck-Massage begonnen, um dem Mann noch zu helfen. Die Ersthelfer von ASB sowie den Feuerwehren aus Mosenberg und Neuhaus/Pegnitz setzten diese bis zum Eintreffen des Rettungswagen aus Velden und des Intensivhubschraubers aus Nürnberg fort. Der Notarzt stellte schließlich den Tod des Landwirtes fest." Um die Ersthelfer, Einsatzkräfte und Angehörigen kümmerten sich Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung Nürnberger Land. Vier Streifen verschiedener Polizeiinspektionen und die Feuerwehr Ranna sperrten den Unfallort ab. Bauhofmitarbeiter sicherten laut Löb den Spielplatz, der zum Unfallzeitpunkt nicht besucht war. Der Traktor kam mit dem Anhänger nach etwa 50 Metern an der Böschung im Altarm der Pegnitz zum Stehen.

 
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