29.11.2019 - 15:55 Uhr
Neuhaus/WindischeschenbachOberpfalz

Grüne gründen Ortsverband in Windischeschenbach

"Wann, wenn nicht jetzt", sagen Bürger der Stadt Windischeschenbach und rufen mit acht Gründungsmitgliedern den größten Ortsverband „Der Grünen“ im Landkreis ins Leben. Die Gründungsvorsitzende macht klare Aussagen.

Gründungsvorsitzende des größten Ortsverbandes der "Grünen" im Landkreis ist Anne Droste (dritte von links). Landesvorsitzende Eva Lettenbauer (zweite von rechts) macht Mut für die Kommunalwahl 2020.
von Ernst FrischholzProfil

Im Gasthof "Zum Waldnaabtal" geht die Geburtsstunde der "Windischeschenbacher Grünen" ganz schnell über die Bühne. Keine geringere als die Landesvorsitzende und bayerische Abgeordnete Eva Lettenbauer leitet das Prozedere. Acht der Anwesenden, darunter auch Kreisrat Klaus Bergmann, bekunden durch ihre Zusage die Mitgliedschaft.

Die Wahl des Führungsteams erbringt, dass Anne Droste die erste Vorsitzende, Johannes Bröckl der zweite und Hanna Rauh die Schriftführerin sind.

Höchste Zeit für grünen Wandel

Die neu gewählte Vorsitzende Droste setzte in ihrer ersten Rede ganz klar die Akzente auf eine ökologische und sozialere Gestaltung des Lebens in Windischeschenbach. "Wann, wenn nicht jetzt und warum nicht wir", fragte sie und gab selbst darauf die Antwort. Wenn man es anderswo schafft, warum dann nicht auch in Windischeschenbach. Hier sei es höchste Zeit für einen grünen Wandel.

Ziel: Erfolg bei Kommunalwahl

In Themen wie Klima- und Artenschutz, Nachhaltigkeit und einer Verkehrswende sieht die Vorsitzende auch in ihrer Stadt großen Handlungsbedarf. Man hinke hier bei vielen grünen Themen hinterher. "Wir wollen die Stadt und die Ortsteile sozialer und ökologischer ausrichten", sagte sie. Dass man hierfür Impulse einbringen kann, muss man auch Flagge zeigen und dies wollen die neuen Windischeschenbacher Grünen mit einer eigenen Stadtratsliste für die Kommunalwahl 2020. Das war das Credo der Gründungsversammlung.

Die Landesvorsitzende Lettenbauer sprach von der Tendenz, dass sich so wie hier geschehen immer mehr grüne Ortsverbände in ländlichen Gegenden gründen und hier auch grüne Politik einbringen möchten. Das Bewusstsein in der Bevölkerung bezüglich Klima und Artenschutz habe sich geändert und es beginne auch ein Umdenken in der Landwirtschaft. Dabei stehen die Grünen ganz klar auf der Seite der bäuerlichen Landwirtschaft in Bayern und nicht auf der von Agrarfabriken. Die Kommunalwahl 2020 sei dazu da, auch vor Ort mehr Umwelt- und Artenschutz sowie eine öffentliche Mobilität einzufordern. "Ich würde mich freuen, wenn auch ihr euch die ,klimaneutrale Stadt' für März 2020 auf die Agenda setzt", sagte Lettenbauer zu den neuen "acht Grünen".

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