06.02.2020 - 15:10 Uhr
Neuhaus/WindischeschenbachOberpfalz

Wehmütiger Abschied des Kirchenchors

Der 5. Februar ist in Neuhaus ein Festtag. Das Kirchenpatrozinium der heiligen Agatha wird gefeiert – mit Gottesdienst, Frühschoppen und Andacht sowie, zum festlichen Abschluss des Tages, auch mit einem Pfarrfamilienabend.

Den vorerst letzten Auftritt gab der Neuhauser Kirchenchor beim Agathafest. Hilde Pschierer schlüpfte in die Rolle des Ersatzdirigenten, und der Chor singt Texte wie "Wenn nun unser Chor von Neuhaus im Nichts versinkt, bei Festen und Jubelmessen kein Lied erklingt", frei nach der Melodie von La Paloma ade. Damit drückten die Sänger zwar in lustiger Form, aber mit einer gewissen Wehmut aus, wie schade es ist, wenn die Gemeinschaft aufgelöst werden sollte.
von SERProfil

Pfarrer Hubert Bartel schilderte zu Beginn des Festgottesdienst das Leben der heiligen Agatha. Etwa ein Jahr nach ihrem Foltertod um das Jahr 250 auf Sizilien war der Ätna ausgebrochen, und die Einwohner von Catania waren mit dem Schleier der Heiligen dem Lavastrom entgegengezogen, der daraufhin zum Stillstand kam. Die Heilige wird deshalb auch als Schutzpatronin der Feuerwehr verehrt.

Gitte Kreinhöfner, Sprecherin des Pfarrgemeinderates, blickte beim Pfarrfamilienabend auf die Entstehung des Agathafestes. Die Kindergarde der Narrhalla Stadt Windischeschenbach eröffnete den Reigen der Darbietungen im Linglsaal. Die Trainerinnen Selina Schedl und Carina Gebert haben die Gardemädchen und das Kinderfunkenmariechen Lina Mai hervorragend vorbereitet. Joline Arndt und Mia Richter betreuen die Tänzer. Begeistert beklatschten die Besucher den Auftritt und bekamen prompt eine Zugabe. Gitte Kreinhöfner erhielt vom Elferratsmitglied "Hogi" und Pfarrer Bartel den Pfarrgemeinderatsorden. Irmi Franz und Hedwig Rettinger vom Frauenbund hatten beim Sketch "Italienisch in 30 Tagen" die Lacher auf ihrer Seite. Die Sprachkenntnisse wurden für eine Reise nach "Barcelona" benötigt. Zwei Putzfrauen mit Migrationshintergrund, verkörpert von Gisela Bauer und Irmi Schönberger, unterhielten sich über körperliche Gebrechen und die medizinischen Spezialisten dafür. Da gibt es zum Beispiel bei Genickstarre den Genickologen oder bei "Knattern im Darm" den Darmotologen.

Mit dem Stück "Wer hier mit uns will fröhlich sein" von Kurt Lissmann ermunterten die Sänger des Männergesangsvereins Harmonie Neuhaus unter Leitung von Stefan Schricker die Zuhörer, selber wieder öfter zu singen. Bereits das nächste Lied war dann auch zum Mitsingen gedacht – ein Klassiker von Catarine Valente: "Spiel noch einmal für mich, Habanero". Mit "Singen macht Freude" von Robert Pappert gab es dann auch noch die geforderte Zugabe.

"Der Kirchenchor trägt nun den Zusatz ,i. A.', also in Auflösung", hielt Sprecherin Hilde Pschierer bedauernd fest, die in die Rolle des "Wachlers" schlüpfte, da der langjährige Dirigent Siegfried Wilhelm sowie Organist Adolf Giehl in den Ruhestand gegangen sind. Der Chor sang nach bekannten Melodien Abschiedslieder. Die selbst gedichteten Texte erinnerten wehmütig an die schönen Zeiten im Kirchenchor. "Ein neuer Chorleiter wird gesucht und es gibt auch schon Interessenten", verriet Pfarrer Bartel und beruhigte damit die Chormitglieder. Pfarrer Bartel, Pfarrgemeinderatssprecherin Gitte Kreinhöfner und von Judith Kreinhöfner von der Kirchenverwaltung verabschiedeten Dirigent Siegfried Wilhelm offiziell.

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