Fünf Baustile in der Pfarrkirche

Altbürgermeister Albert Kick hat bei den Führungen zum Tag des offenen Denkmals viel zu erzählen.

Unter den aufmerksamen Zuhörern bei den Schilderungen Albert Kicks (links) ist unter anderem der evangelische Pfarrer Dr. Volker Wappmann aus Vohenstrauß (Dritter von links).
von Josef PilfusekProfil

Albert Kick hat ein positives Resümee zum Tag des offenen Denkmals gezogen. Nach Ansicht des Georgenberger Altbürgermeister, der sich unter anderem als gemeindlicher Heimatpfleger engagiert, hätten es am Sonntag durchaus aus paar Besucher mehr sein können, vor allem nach dem Gottesdienst am Morgen.

Die Entstehung der von 1702 bis 1709 errichteten und damit 310 Jahre alten und unter Denkmalschutz stehenden Pfarrkirche stand im Mittelpunkt der Erläuterungen Kicks, der als Initiator Georg Christoph von Wirsberg nannte. Er hatte 1609 auf dem Georgenberg im Wald eine Kapelle errichten lassen. Johann Michael Weinzierl, Lobkowitzer Rat und Pfarrer zu Waldthurn, ließ fast 100 Jahre später auf gnädige Lizenz des Ordinariats vom 16. Januar 1702 die Kirche wieder aufbauen und dem heiligen Christophorus weihen. Am 22. September 1709 benedizierte sie Weinzierl. „Zwischen 1732 und 1734 wurde sie erweitert“, informierte Kick.

„Es ist selten, dass in einer Kirche so viele Baustile existieren“, ließ der Referent wissen. „Neben Gotik, Renaissance, Barock und Rokoko ist in unserer Pfarrkirche auch Jugendstil enthalten. Die Kirche selbst ist ein einfacher Hallenbau.“

Als ältestes Juwel bezeichnete er neben der um 1450 stammenden schmerzhaften Muttergottes mit dem Schwert in der Krone die spätgotische Rosenkranz-Madonna an der Decke mit den sechs Rosenkranz-Gesetzchen. „Diese Darstellung ist äußerst selten“, sagte er zu der Doppelseitigkeit des Kunstwerks.

Eine der neueren Einrichtungen ist laut Kick das aus dem Jahr 1942 vom Weidener Künstler Wilhelm Vierling stammende Altarbild mit dem heiligen Christophorus, die neueste der 15 Stationen umfassenden Kreuzweg. Ihn hat der Georgenberger Kunstmaler Reinhold Schultes im Rahmen der jüngsten Kirchensanierung von 2003 bis 2005 angefertigt.

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