14.02.2020 - 11:38 Uhr
NeukirchenOberpfalz

Erster Schritt zur Dorferneuerung in Neukirchen

Die Neukirchener machen sich auf die Suche nach Zielen und Handlungsfeldern für die Zukunft ihres Dorf. Erste Ergebnisse gibt es schon.

Nach dem intensiven Seminar stellen sich die Teilnehmer zum Gruppenbild mit den Moderatoren Armin Friedrich (vorne rechts), Christoph Reith (zweite Reihe, links) und Anke Martin (dritte Reihe, links).
von Redaktion ONETZProfil

Auf großes Interesse stieß die Einladung zum Auftaktseminar der umfassenden Dorferneuerung. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) hatte zu dieser zweitägigen Veranstaltung ins Landhotel Aschenbrenner nach Paulsdorf eingeladen. Die Moderation übernahmen Armin Friedrich und Christoph Reith.

Start voraussichtlich 2021

Während einer ausführlichen Vorstellungsrunde bekamen 35 die Teilnehmer die Aufgabe, ihre Wohnadresse, einen Lieblingsplatz und einen Punkt mit Handlungsbedarf auf einem Foto von Neukirchen zu markieren.

"Dou bini dahoim": Mit Punkten markierten die Teilnehmer auf einem Lufbild von Neukirchen ihre Wohnadresse (blau), einen Liebligsplatz (grün) und einen Ort mit Handlungsbedarf (rot).

Als Infoblock wurde die Zeitschiene bei der geplanten Dorferneuerung dargestellt. Nach dem ersten Schritt, der Erstellung des Dorfentwicklungskonzepts, will das ALE 2021 die umfassende Dorferneuerung anordnen. Ab diesem Zeitpunkt können dann die Maßnahmen anlaufen und mögliche Förderungen abgerufen werden. Fachlich begleitet wird die Dorferneuerung Neukirchen von Anke Martin aus dem Landschaftsarchitekturbüro Neidl und Neidl, die beim Seminar ebenfalls mitwirkte.

Weiter ging es für die Teilnehmer mit einer Analyse der Stärken und Schwächen, an der sie in Gruppen arbeiteten. Daraus entwickelten sie dann Ziele, die bei der Dorferneuerung langfristig erreicht werden sollen, und setzten Handlungsfelder fest.

Favoriten herauskristallisiert

Heraus kam eine lange Liste von Zielen. Die Teilnehmer bewerteten sie mit Punkten, um drei Favoriten zu ermitteln. Damit setzten sie sich dann genauer auseinander. Auch hier waren wieder Arbeitsgruppen gefragt, in denen die Bürger den Ton angaben. Die anwesenden Gemeinderäte wurden gebeten, sich nur als Beobachter zu betätigen.

Im Handlungsfeld "Infrastruktur/Verkehr" sahen die Teilnehmer als wichtigste Maßnahme ein Verkehrskonzept für den Ort Neukirchen. Es soll alternative Wegführungen, Verbesserungsansätze für den Fußgänger- und Radfahrerverkehr, aber auch die Parksituation beinhalten. Als wichtig auf dem Sektor "Dorfgemeinschaft" wurde die Schaffung und Verschönerung von Treffpunkten im Ort erachtet. Durch die topographischen Verhältnisse im "Straßendorf" Neukirchen kommen mehrere Plätze entlang der Kreisstraße in Betracht. "Ortsbild/Dorfökologie" wurde als drittes Handlungsfeld bearbeitet. Der Schwerpunkt lag auf einer Aufwertung des Bahnhofsareals und der Erstellung eines Grünflächenkonzeptes. Mit einer Liste der weiteren Schritte und der dafür Verantwortlichen schloss das arbeitsintensive Seminar.

Ende März auf Dorfrundgang

Auf einem Dorfrundgang Ende März werden die angesprochenen Maßnahmen präzisiert und gegebenenfalls um weitere Schwerpunkte ergänzt. Im Laufe des mehrjährigen Verfahrens werden Arbeitsgruppen aus den Reihen der Teilnehmergemeinschaft die einzelnen Handlungsfelder genauer bearbeiten.

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