13.10.2021 - 18:42 Uhr
NeukirchenOberpfalz

Feuerwehr Neukirchen in Zukunft ohne die Gebrüder Polster

Der Herr der Schläuche und einer der ersten Atemschutz-Träger in Neukirchen haben sich in die Feuerwehr-Rente verabschiedet.

Langjährige Mitglieder und ein Feuerwehr-Ruheständler werden geehrt: (von links) Kreisbrandmeister Christian Meyer, Jubilar Jörg Embacher, Vorsitzender Dennis Marx, Jubilar Jürgen Schmidt, Zweiter Bürgermeister Christian Sperber, der verabschiedete Hermann Polster, Kreisbrandinspektor Hans Sperber, Jubilar Stefan Wonneberger und Kommandant Manfred Lösch.
von Redaktion ONETZProfil

Nach fast zweijähriger Pause saßen die Mitglieder der Feuerwehr Neukirchen bei ihrer Jahreshauptversammlung wieder in größerer Runde beisammen. Der Vorsitzende Dennis Marx zählte im Rückblick vor allem ausgefallene Veranstaltungen auf. Größtenteils online lief die Arbeit des Vorstands und des Festausschusses zum 150-jährigen Jubiläum ab. Für das kommende Jahr hatte Marx noch keine konkreten Pläne bekanntzugeben.

Der aktuelle Mitgliederstand des Feuerwehrvereins liegt bei 90. Über einen durch fehlenden Einnahmen durch Veranstaltungen gesunkenen Kassenbestand gab Kassier Michael Lösch Auskunft.

"Für uns und auch im Landkreis stand 2020 das Feuerwehrleben still. Es galt, abzuwägen zwischen notwendigen Übungen und dem Schutz der Kameraden", blickte Kommandant Manfred Lösch zurück. Immerhin halbierte sich im Lockdown die Zahl der Einsätze auf 17. Zwölf entfielen auf technische Hilfeleistung, drei in den abwehrenden Brandschutz. Die Rubrik Sicherheitswachen und sonstige Tätigkeiten enthält zwei Einträge. Die Mannschaftstärke weist 40 Aktive aus.

Abschied nehmen hieß es für die Brüder Georg und Hermann Polster, denen der Kommandant großen Dank aussprach. Georg Polster leistete 47 Jahre Dienst, zuletzt als Hauptfeuerehrmann. Häufig übte er die Aufgaben des Maschinisten aus und war "der Herr der Schläuche" in seiner Funktion als Schlauchwart. Sein jüngerer Bruder Hermann Polster bringt es sogar auf 48 aktive Jahre. Er geht ebenfalls mit dem Dienstgrad des Hauptfeuerwehrmannes. Vor 30 Jahren gehörte er zu den ersten Atemschutz-Trägern in Neukirchen; damals mit deutlich schwereren Geräten und Schutzanzügen. Sein Platz war häufig an der Rettungsschere als Teil des Angriffs-Trupps.

Kommandant Manfred Lösch ehrte Stefan Wonneberger für 20 Jahre sowie Jörg Embacher, Jürgen Schmidt und Markus Wolf für 30 Jahre aktiven Dienst. Zweiter Bürgermeister Christian Sperber gratulierte den Geehrten und überreichte den ausscheidenden Kameraden Geschenke. Kreisbrandinspektor Hans Sperber zeigte sich dankbar für die Möglichkeit, die Räume des neuen Feuerwehrhauses auch für überregionale Schulungen zu nutzen. So gingen in Neukirchen schon eine Funkausbildung und die Schulung am Fahrsimulator über die Bühne.

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