Von Uwe Rupprecht
Der Sportkegelclub Fortuna Neukirchen trauert um sein Ehrenmitglied Josef Ritt, der Mitte Juli im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert der Verein und der Kegelsport ein echtes Urgestein, das der Fortuna über Jahrzehnte hinweg die Treue hielt und sich sehr in der Vereinsgeschichte engagierte. 1968 trat Josef „Sepp“ Ritt der Fortuna bei. Schnell etablierte er sich in der ersten Mannschaft und feierte sofort den Aufstieg in die Landesklasse, der damals höchsten Spielklasse Bayerns. Als nervenstarker Schlussspieler machte er sich weit über die Oberpfalz hinaus einen Namen.
Als in den 1980er-Jahren ein Generationenwechsel in der ersten Mannschaft vollzogen wurde, blieb eine Konstante bestehen: Josef Ritt. Er war der Führungsspieler für die damalige junge Generation, die 1983 und 1988 in die Landesliga aufstieg. Selbst die Umstellung auf das 200-Wurf-System konnte den damals bereits über 50-Jährigen nicht daran hindern, weiterhin der ersten Mannschaft anzugehören.
Erst ein Herzinfarkt während eines Wettkampfs beendete seine aktive Laufbahn abrupt. Da inzwischen auch seine Ehefrau Lydia und Tochter Dagmar dem Kegelsport und der Fortuna eng verbunden waren, verlagerte Josef Ritt sein außergewöhnliches Engagement auf andere Bereiche des Vereinslebens. Bereits von 1970 bis 1996 war er ununterbrochen als erster Sportwart tätig, zusätzlich zwei Jahre als Vorsitzender. Über 20 Jahre kümmerte er sich als Bahnwart um die Kegelbahnen und leitete bis 2016 Hunderte von Spielen als Schiedsrichter. Er „pfiff“ dabei nicht nur die Heimspiele der Fortuna, sondern über viele Jahre auch die Bundesligapartien des FEB Amberg. Für seine herausragenden Verdienste wurde Josef Ritt im Jahr 2016 zum Ehrenmitglied des Clubs ernannt.













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