Eine Vielzahl von betrügerischen Telefonanrufen wurde am frühen Nachmittag aus dem Raum Neumarkt gemeldet. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilt, versuchen die Betrüger mit perfiden Maschen, an Bargeld oder Wertgegenstände zu gelangen. Dabei geben sie sich laut Mitteilung am Telefon häufig als Familienangehörige, Polizisten, Staatsanwälte oder Ärzte aus und setzen die Angerufenen gezielt unter emotionalen Druck. Besonders oft haben es die Kriminellen demnach auf ältere Menschen abgesehen, die sie über alt klingende Vornamen im Telefonbuch gezielt auswählen.
Die Betrüger nutzen laut Polizei derzeit vor allem folgende Maschen:
- Falsche Polizeibeamte: Die Anrufer behaupten, bei festgenommenen Einbrechern sei ein Zettel mit den Daten der Angerufenen gefunden worden. Zum Schutz sollen Wertsachen an die angebliche Polizei übergeben werden.
- Schockanruf: Zu Beginn des Gesprächs meldet sich eine vermeintlich verzweifelte Angehörige oder ein Angehöriger. Ein angeblicher Polizist oder Staatsanwalt erklärt dann, ein Angehöriger habe einen tödlichen Unfall verursacht. Um eine Haft zu vermeiden, wird eine hohe "Kaution" gefordert.
- Arztmasche: Angebliche Ärzte behaupten, ein Angehöriger benötige dringend eine teure, lebensrettende Behandlung, die sofort bezahlt werden müsse.
- "Russische Callcenter": Bei dieser Betrugsmasche werden die Gespräche zwischen Täter und Opfer auf Russisch geführt. Die bekannte Masche des Schockanrufs bzw. des Enkeltricks bleibt dabei erhalten. Der Anrufer spricht Russisch und wählt gezielt Nummern von russischsprachigen Personen. Unter Vortäuschen der klassischen Unfalllegende treten die Täter überwiegend als falsche Polizeibeamte auf.
Das Polizeipräsidium Oberpfalz rät dringend dazu, bei solchen Gesprächen sofort aufzulegen. Zudem gibt die Polizei folgende Tipps, um sich vor den Betrügern zu schützen:
- Sofort auflegen und selbst die 110 wählen, um bei der echten Polizei nachzufragen, beziehungsweise die offizielle Nummer der Klinik oder Praxis anrufen.
- Die Polizei oder Ärzte fordern am Telefon niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände.
- Niemals Geld oder Wertsachen an Fremde übergeben.
- Sich nicht unter Druck setzen lassen.
- Niemals über die am Telefon angezeigte Nummer zurückrufen, da Betrüger diese manipulieren können: Die Täter nutzen die sogenannte Call-ID-Spoofing-Technik, um falsche Nummern anzuzeigen. Die 110 erscheint bei echten Polizeianrufen niemals im Display.
- Mit Angehörigen ein persönliches Codewort vereinbaren.
- Den Telefonbucheintrag löschen oder zumindest den Vornamen abkürzen lassen.
Diese Meldung ist mit Informationen der genannten Polizeidienststelle und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.