07.02.2021 - 16:52 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Abwarten bis Mitte März: Kann heuer in Neunburg angezapft werden?

Der Lockdown wirkt sich auf die Veranstaltungsplanung von Neunburg vorm Wald für den Sommer aus: Die Planung für Festspiel und Altstadtfest wurden zurückgestellt. Im März soll die endgültige Entscheidung fallen, beschließt der Stadtrat.

Ob Bürgermeister Martin Birner, wie hier 2019, wieder ein Neunburger Altstadtfest "anzapfen" kann, ist noch unklar. Noch bis März möchten die Stadträte die weitere Corona-Entwicklung abwarten, ehe größere Veranstaltung genauer geplant werden.
von Helga ProbstProfil

Seit einem Jahr beherrscht die Corona-Pandemie das öffentliche Leben und noch ist keine Veränderung in Sicht. Der erneute Lockdown wirkt sich auch auf die Veranstaltungsplanung der Stadt für den Sommer 2021 aus. Der Stadtrat entschied deshalb am Donnerstag, die vier Märkte durchzuführen. Die Planung für Festspiel und Altstadtfest wurden jedoch zurückgestellt. Im März soll die endgültige Entscheidung fallen.

In einem normalen Jahr würden die Planungen für die städtischen Veranstaltungen bereits auf Hochtouren laufen. Die externen Partner, mit denen die Stadt Neunburg vorm Wald zusammenarbeitet, erwarten bereits jetzt eine verbindliche Zusage, um selbst besser planen zu können. Bei kurzfristigen Absagen müsste die Stadt eine Ausfallentschädigung bezahlen. Die Kulanz der Firmen, die 2020 großzügig gewährt wurde, wird es heuer nicht mehr geben. Viele Zulieferer sind von der Pandemie massiv betroffen und können erneute Ausfälle nicht mehr finanziell stemmen.

„Die Stadt möchte kein Geld für kurzfristig abgesagte Veranstaltungen ausgeben", erklärte Bürgermeister Martin Birner während der Stadtratssitzung. Im März soll der Stadtrat noch einmal über die Durchführung der Festspiele und das Altstadtfest beraten. Alternative kleinere Events werden aber vorbereitet. Sein Bestreben wäre es gewesen, die verkaufsoffenen Sonntage ohne das Markttreiben abhalten zu können. Das sei aber nicht erlaubt. Um die schwer gebeutelten Betriebe in der Stadt zu unterstützen, würden die vier Märkte, so weit erlaubt, durchgeführt.

Beim Altstadtfest wären größere Menschenansammlungen vorprogrammiert. Eine Einhaltung von Regeln sei hier kaum möglich. „Denkbar ist eine sehr abgespeckte Variante“, sagt Birner. Von der wären viele Gäste aber enttäuscht und das würde dem hervorragenden Ruf des Altstadtfestes nur schaden. Das wichtigste Thema bei den Vorbereitungen für die Burgfestspiele ist der Aufbau der Tribünenüberdachung, die an eine externen Firma übergeben werden muss. Auf den 416 Plätzen dürften voraussichtlich pro Aufführung nur 100 Zuschauer Platz nehmen. Der Abstand auf der Bühne wäre ebenfalls schwer einzuhalten und Absperrungen und Desinfektionen würden einen enormen Aufwand bedeuten. Der Festspielverein sprach sich dafür aus die endgültige Entscheidung über Durchführung oder Aussetzung des „Hussenkrieg“ erst im März /April zu treffen. Die Tribüne könne auch noch später durch den Bauhof aufgestellt werden, war die Meinung der Festspieler. Als Alternativen würden sich Szenen des Festspiels in der Altstadt bei einer szenischen Stadtführung anbieten. Auch werde an einem neuen Stück über „Historische Neunburger Persönlichkeiten“ gearbeitet.

„Wir vergessen aber auch die vielen Kulturschaffenden vor Ort nicht“, versicherte der Bürgermeister. Deshalb seien Sommerserenaden mit den Blaskapellen und Picknick-Konzerte mit Bands in Kooperation mit der Neunburger Gastronomie ebenfalls angedacht.

Die Zeichen stehen nicht gut für die Feste in der Region

Sulzbach-Rosenberg
Hintergrund:

Städtische Veranstaltungen

Bei der Stadtratssitzung waren die Veranstaltungen im Sommer auf der Agenda. Über diese wurde beraten:

  • 21. März Ostermarkt
  • 4. Juli Kunsthandwerkermarkt
  • 17.Oktober Schmankerl- und Kirchweihmarkt
  • 28. November Wintermarkt
  • Mai Neunburger Wies´n
  • 3. Juli bis 7. August Burgfestspiele „Vom Hussenkrieg“
  • 21.und 22. August Altstadtfest
Vor 20 Jahren entstand diese Aufnahme beim Bartholomäusmarkt in Neunburg. Der Stadtrat hat sich dafür ausgesprochen, die üblichen vier Marktsonntage heuer wieder abzuhalten.
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