Den richtigen Umgang mit der Motorsäge erlernen, die Säge überprüfen und auf Schutzkleidung achten: 92 Auszubildende absolvierten im Beruflichen Bildungszentrum Neunburg den Regionalentscheid im Forstlichen Wettbewerb. Dieser ist Teil ihrer Fachausbildung. Die jungen Frauen und Männer aus den Landkreisen Schwandorf, Regensburg, Cham, Neumarkt und Amberg-Sulzbach mussten zuerst einen schriftlichen Wissenstest bestehen. Dabei sollten sie unter anderem die Teile einer Motorsäge benennen, den Borkenkäfer erkennen und Bäume bestimmen. Anschließend ging es ins Außengelände, um die praktischen Disziplinen zu durchlaufen.
Mit der Motorsäge mussten die Auszubildenden einen Fällschnitt an einem Baumstock machen. Die Schiedsrichter prüften dabei die persönliche Schutzausrüstung, die Sicherheitsmaßnahmen, die in Fallrichtung gesägte Kerbe sowie das Ausformen der Bruchleiste im rückwärtigen Stammteil. An einer weiteren Station suchten die Teilnehmer nach Fehlern bei Motorsägen und in der Sicherheitsausrüstung. Außerdem mussten sie eingeschnittene Baumstämme auf ihre Richtigkeit untersuchen. Bei der Station „Pflanzung“ ging es darum, Baumsetzlinge auf ihre Eignung als Pflanzgut zu prüfen und „Zwiesel“ sowie Verletzungen am Stamm auszusortieren.
Die korrekte Pflanzung, die Abdeckung des Pflanzlochs mit den ausgehobenen Bodenschichten und der Abstand der Setzlinge flossen ebenfalls in die Bewertung ein. Bei der Siegerehrung am Nachmittag appellierte Regina Härtl, die Abteilungsleiterin Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg-Schwandorf (AELF), an die jungen Leute: „Das Wichtigste ist, dass Sie die erlernten Fähigkeiten in Theorie und Praxis umsetzen können. Wenn jeder, der in den Wald geht, so gut vorbereitet wäre wie unsere Teilnehmer, gäbe es deutlich weniger Unfälle.“
Bürgermeister Martin Birner sagte: „Wichtiger als die Platzierung ist jedoch, dass Sie Ihr Handwerk beherrschen. Sicherheit steht im Wald über allem.“ Der Kreisobmann des BBV Cham gratulierte allen Teilnehmenden: „Jeder von euch ist ein Gewinner, jeder von euch kann stolz sein auf diesen Teil seiner Ausbildung.“ Markus Gregori, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Jagdgenossenschaften Schwandorf, betonte aus eigener Erfahrung: „Waldarbeit ist gefährlich. Machen Sie nichts überhastet.“
Als Beste mit 385 von 400 möglichen Punkten zeichnete sich Anna Hutzler aus Dieterskirchen aus. Ihr folgten Michael Federhofer aus Breitenbrunn (Kreis Neumarkt) und Erwin Sachsenhauser aus Burglengenfeld. Diese drei Teilnehmer sowie die Nächstplatzierten Leonhard Betz aus Parsberg und Christian Schmidt aus Altendorf dürfen am Landesentscheid teilnehmen.














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