„4 m“ steht in großen Lettern auf dem runden Schild am Eisernen Steg beim Vorstadtzentrum. Das müsste der 33-jährige Fahrer eines Traktor-Gespanns eigentlich gesehen haben, als er am Dienstagnachmittag kurz vor 16 Uhr die Staatsstraße 2040/Konrad-Adenauer-Straße stadtauswärts in Richtung Schwarzachtalhalle mit Ziel Neukirchen-Balbini befuhr. Die Ladung auf dem Tieflader wurde ihm zum Verhängnis: Denn der Baggerarm ragte 4,50 Meter in die Höhe und blieb beim Durchfahren hängen. „Er hat die Brücke in Richtung Forstmeister-Berg gezogen“, beschrieb der zuständige Beamte der Polizeiinspektion Neunburg den Vorgang. Dabei verschob sich eine Betonplatte und eine eiserne Seitenstrebe riss sich aus der Verankerung. Spektakulär anzusehen, aber weniger schlimm, waren die vom Bauwerk hängenden Gummibänder, die sich zwischen Beton und Eisen gelöst hatten.
Der Eiserne Steg ist ein wichtiger Fußgängerweg, der die Buchbindergasse (Altstadt) mit der Ledererstraße (Grundschule) in luftiger Höhe über die Staatsstraße und dem großen Parkplatz verbindet. Der Steg ist Eigentum der Stadt Neunburg. Bürgermeister Martin Birner war deshalb gleich vor Ort. „Die Schadenshöhe scheint sich größer abzuzeichnen. Aber nur gut, dass keine Personen verletzt wurden“, meinte er mit sorgenvollen Blick auf sich immer wieder lösende kleine Brocken, die auf die Fahrbahn krachten. Telefonisch forderte er sogleich einen THW-Gutachter an, der noch am Dienstagabend über erste Absicherungsmaßnahmen entscheiden sollte.
Kontakt nahm Birner bereits auch zu einem Versicherungs-Gutachter auf. Denn es müsse schnellstens die Frage geklärt werden, „ob wir gleich sanieren können oder ein gesicherter Rückbau erfolgen muss“. Mit einer Hubbühne machte sich der THW-Ortsverband daran, die Starkstromleitung vom beschädigten Brückenbereich zu lösen.
Die Zeitschiene ist unklar, wann die Konrad-Adenauer-Straße wieder für den innerstädtischen Verkehr freigegeben werden kann. „Ein wichtiger Ankerpunkt in der Stadt fehlt damit“, betonte der Bürgermeister. Die Straßensperrung nahmen THW und Feuerwehr Neunburg vor. Sie halfen auch beim Aufstellen der Absperrgitter beim Eingang zum Fußgängerüberweg, die der Stadtbauhof vorbeibrachte. Die Staatsstraße riegelte das Staatliche Straßenbauamt Amberg-Sulzbach ab. Kurz vorher setzte sich das Unfallgespann – Traktor (160 PS) und Transportanhänger mit Liebherr-Bagger (14 Tonnen) – in Bewegung.
Die Schadenshöhe scheint sich größer abzuzeichnen. Aber nur gut, dass keine Personen verletzt wurden.



















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