08.08.2018 - 16:50 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Unter Bayerns bestem THW-Nachwuchs

Beim THW-Ortsverband wird herausragende Nachwuchsarbeit geleistet. Die Bestätigung dafür gibt es beim Landeswettbewerb in Weilheim, wo die Neunburger den dritten Platz erobern.

Mit einem dritten Platz kehrte der Nachwuchs des THW-Ortsverbandes Neunburg vom Landeswettbewerb zurück.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

(exb) Die Junghelfer des THW Neunburg zählen damit zu den bayerischen Top-Teams. Beim Landeswettkampf, der bei hohen Temperaturen auf dem Festplatz der Stadt Weilhelm über die Bühne ging, trafen die sieben Sieger der Bezirkswettkämpfe aufeinander. Die Neunburger hatten das Ticket im vergangenen Herbst gelöst, als sie zum dritten Mal in Folge den Wettkampf auf Bezirksebene für sich entscheiden konnten.

Die Mannschaften bestanden aus bis zu zehn Teilnehmern im Alter von 10 bis 17 Jahren. Innerhalb von zwei Stunden hatten sie 13 verschiedene Teilaufgaben zu meistern. Dabei kam es auf Fachwissen, Teamgeist und Improvisationstalent an. Denn vorbereiten konnten sich die Nachwuchskräfte bei der Ausbildung nur auf einen Teil der Aufgaben, fünf Herausforderungen blieben bis kurz vor dem Startschuss geheim.

Das fiktive Einsatzszenario hingegen war schon länger bekannt: In einem Tierhaltungsbetrieb bricht eine unbekannte Krankheit aus. Um eine Ausbreitung zu verhindern, sollen Dekontaminationsstellen außerhalb des Gefahrenbereiches errichtet werden. Dabei tritt eine Reihe von Problemen auf - beispielsweise ist durch Bauarbeiten der Zugangskanal zum Wasserbehälter der Stallungen blockiert. Die Wettkampfteams müssen den Kanal zu erkunden und die Wasserversorgung instandsetzen, damit die Dekontaminierung beginnen kann. Neben Standardkönnen wie Aufbau der Beleuchtung, Inbetriebnahme eines Aggregats und Befüllen von Sandsäcken, warteten auch anspruchsvollere Aufgaben wie die Konstruktion eines Schleusenportals mit Sprüheinrichtung zur Desinfektion und die Inbetriebnahme eines Dekontaminationsbeckens. Auch die Verletztenbergung im Schleifkorb aus einem Kriechgang, dem „Kanal“, stand auf dem Plan.

Auch die hohen Temperaturen verlangten den Jugendlichen alles ab. In voller Einsatzmontur und mit Auffanggurt gesichert, mussten sie beispielsweise ein Rohr mit dem Bergungsbeil zertrennen. Die Hitze dehnte auch das Öl in der Hydropresse aus, so dass sie schwerer zu bedienen war. Weiter mussten die THW-ler zeigen, dass sie mit dem Hebekissen umgehen sowie die Verletztenversorgung und Kommunikation per Funkgerät beherrschen. Auch Kenntnisse zu Kartenkunde und Holzbearbeitung waren von Nöten. Sicherheitsvorschriften mussten befolgt und gemeinsam eine Geschicklichkeitsaufgabe gelöst werden.

Die Neunburger Junghelfer arbeiteten effizient und zielstrebig, durch gute Arbeitsteilung sprang im ersten Wettkampfabschnitt ein zeitlicher Vorsprung heraus. Wertvolle Zeit wurde allerdings später beim Aufbau des Dekontaminationsbeckens verschenkt. Nichtsdestotrotz hatten die drei Schiedsrichter nur Flüchtigkeitsfehler zu beanstanden. Die Jugendbetreuer betonten, dass die Truppe diszipliniert, sauber und schnell gearbeitet habe.

Schließlich erreichte die THW-Jugendgruppe Neunburg mit 547 von 653 möglichen Punkten den dritten Platz auf dem Siegertreppchen und kann sich somit zu den besten Wettkampfteams aus ganz Bayern zählen. Den ersten Platz erreichte die THW-Jugend Obernburg aus Unterfranken mit 624 Punkten und darf nun beim Bundeswettkampf antreten. Zweiter wurde der THW-Nachwuchs aus Landshut mit 587 Punkten.

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