26.12.2019 - 16:30 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Blasmusik in allen Facetten beim Weihnachtskonzert der Neunburger Stadtkapelle

Ein breitgefächertes Programm haben die 63 Musiker der Neunburger Stadtkapelle bei ihrem 38. Weihnachtskonzert geboten. Dem Publikum in der Schwarzachtalhalle offenbarte sich, wie vielfältig Blasmusik sein kann.

von Hans SteinsdorferProfil

Vorsitzender Roman Sorgenfrei konnte beim Weihnachtskonzert der Neunburger Stadtkapelle neben Bürgermeister Martin Birner und Stadtpfarrer Stefan Wagner auch die beiden Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes Joseph Ferstl und Georg Schmid begrüßen. Sorgenfrei war sehr erfreut, dass die Halle erneut ausverkauft war. Neu in der Aufgabe des Moderators führte Ehrendirigent Anton Lottner gekonnt durch das Programm.

Weihnachtslieder aus aller Welt

Los ging der musikalische Reigen mit einer festlichen Ouvertüre von Satoshi Yagisawa. Der japanische Komponist beschrieb mit seinem Werk die Freundlichkeit der Stadt Shimizu, einem Ort der für seine Wärme und Liebenswürdigkeit bekannt ist. Das nächste Stück basierte auf Chorsätzen des Barockkomponisten Georg-Friedrich Händel. "Tochter Zion, freue Dich" ist im deutschen Sprachraum ein sehr beliebtes Weihnachtslied. Andreas Ludwig Schulte verpasste diesem Klassiker mit seinem Arrangement ein neues festliches Gewand. Mit der "Air Poetique für Horn und Orchester" hatte Solist Peter Habermeier auf dem Waldhorn seinen Auftritt. Vor knapp 40 Jahren, als Ted Huggens dieses Stück schrieb, war dieses Instrument in den Blasorchestern noch sehr wenig verbreitet. Die Besucher konnten sich von dem weichen und wohligen Klang dieses Instrumentes überzeugen.

Danach ging es "In 80 Tagen um die Welt". Die Stadtkapelle würdigte mit dieser Darbietung den bekannten Abenteuerroman von Jules Verne, der erstmals 1873 erschien. Der "Torakusu-Marsch" von Andreas Rauch schloss den ersten Teil des Abends. Die Stadtkapelle hat diesen Marsch aufgenommen und dazu ein Video gedreht.

Nach der Pause hatte der Nachwuchs seinen großen Auftritt. Hier führten die beiden Moderatoren Andreas Porsch und Jonas Braun durch das Programm. Mit den Darbietungen "Glorious Sight", The Best of Glee" sowie "En stjerne skinner i natt" zeigten Dirigentin Hanna Fuß und die 16 Musiker dem Publikum, dass es mit dem Nachwuchs sehr gut bestellt ist.

Disney verzaubert Publikum

Mit einem "Disney Festival" trat dann das Gesamtorchester wieder auf die Bühne. Der japanische Komponist Toshio Mashima hat mit diesem Werk einen Reigen der schönsten Melodien aus den verschiedensten Filmen zusammengestellt. Musik aus den Klassikern wie "Pinocchio", "Bambi", "Peter Pan" bewegten Generationen. Mit "Jambo Afrika" führte die Stadtkapelle die Zuhörer auf den zweitgrößten Kontinent der Erde. Der Schweizer Komponist Markus Bürki war während einer Rundreise sehr beeindruckt von der Landschaft, der Tierwelt und den Menschen dieses Erdteils und versuchte, in seiner Komposition die Eindrücke von Tansania, Kenia und deren Nationalparks wiederzugeben. Die mystische Melodie aus dem Off intonierte Verena Sinzger auf der Klarinette.

Mit dem "Sandpaper-Ballet" hatte der Meister für Spezialaufgaben Konrad Aschenbrenner wieder seinen Auftritt. Zusammen mit seinem "Stift" Lukas Stibich brachten sie mit jeweils zwei Reibebrettern die Zuhörer zum Staunen. Mit "The Cream of Clapton" würdigte die Stadtkapelle das Leben und Werk von Eric Clapton. Aus den drei legendären Hits "Wonderful tonight", "Layla" und "Tears in Heaven" schuf Ron Sebregts ein mitreißendes Medley für Blasorchester.

Nach frenetischem Beifall gab es mit dem "Erzherzog-Albrecht-Marsch", geleitet vom Ehrendirigenten Anton Lottner, noch die geforderte Zugabe, bevor mit dem Lied "Stille Nacht" endgültig der Vorhang über die 38. Ausgabe des Weihnachtskonzerts fiel.

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