19.11.2018 - 15:54 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Bühnen-Umbruch bewältigt

Ein neuer Regisseur, eine neue Inszenierung – ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem "Hussenkrieg"-Ensemble. Bei den Neuwahlen in der Hauptversammlung setzen die Mitglieder des Festspielvereins auf Kontinuität.

Dieses Gremium leitet in den kommenden Jahren die Geschicke des Festspielvereins. Bürgermeister Martin Birner (rechts) gratulierte (von links) Bruno Spitzhirn, Stephan Jonas, Norbert Jonas, Sieglinde Palmer, Georg Keil, Hans-Werner Habel, Matthias Eckel-Binder, Helmut Mardanow, Manuel Winkler, Horst Palmer und Carola Lacher zur Wahl.
von Udo WeißProfil

Weiterhin stehen Helmut Mardanow als Vorsitzender und seine Stellvertreter Hans-Werner Habel und Horst Palmer an der Spitze des 509 Mitglieder zählenden Vereins. "Das Jahr eins mit dem neuen Regisseur war ein ereignisreiches Jahr“, hatte Bürgermeister Martin Birner zum Auftakt bei der Jahreshauptversammlung festgestellt. Nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit mit Regisseur Nikol Putz seien inhaltliche Änderungen und neue Texte zu bewältigen gewesen. Mit Nachfolger Cornelius Gohlke, der von der Festspielfamilie gut aufgenommen wurde, sei eine völlig neue Handschrift eingekehrt.

Birner dankte den langjährigen Mitspielern für die Unterstützung und die gute Aufnahme neuer Spieler im Kreis des Ensembles. Den Mittelaltermarkt mit Lagerleben würdigte er als "etwas Besonderes", das viele Leute angezogen hat, ebenso lobte er die Aktivitäten der Tanzgruppe „Lumpenstiefel“. Mit seinen Auftritten bei Festzügen und Jubiläen sei der Festspielverein ein Aushängeschild für die Stadt Neunburg. Dafür dankte der Bürgermeister den Vorstandsmitgliedern und Festspielern.

Vorsitzender Helmut Mardanow freute sich über die vielen anwesenden Vereinsmitglieder, unter ihnen auch Pfarrer Stefan Wagner und der frühere Regisseur Nikol Putz. In seinem Bericht ging er auf das umfangreiche Programm ein, das die Festspielfamilie jenseits der Proben und Aufführungen zu bewältigen hatte. Zum Burg-Advent wurden Basteln mit Kindern und eine Weihnachtslesung angeboten. Eine Premiere war die Lesung der "Weihnachtsgschicht" im Hussitenkeller. Silvesterwanderung, Kappenabend im Fasching und Starkbierfest waren gesellige Veranstaltung. Beim Schnuppertag konnte man hinter die Kulissen des Festspiels schauen und Kontakt mit dem Ensemble aufnehmen.

Der Werbung diente die Teilnahme an der Freizeitmesse im Donaueinkaufszentrum. Der Vereinsausflug führte nach Windischeschenbach und Waldsassen. Mit dem Schirmherrnbitten, den Regiebesprechungen mit dem neuen Regisseur und dem Probenbeginn im Mai hatte das Festspieljahr seinen Lauf genommen. Die Gestaltung eines neuen Programmheftes erforderte viel Arbeit. Am 30. Juni war Schirmherrnempfang mit Premiere des „Hussenkrieg“, die Aufführungen endeten am 4. August. Dazwischen nahmen die Mitglieder am Festzug in Thanstein und am Nordgaufestzug in Wiesau teil und bewältigten Ende Juli den Mittelaltermarkt. Außerdem, so Mardanow, könne man 30-jähriges Jubiläum feiern, da die Gründung des Festspielvereins im November 1988 stattgefunden hatte.

Über die Kassenbewegungen informierte Bruno Spitzhirn. Ehrenvorsitzender Theo Männer gab einen Überblick über das Geschehen in der "Vereinigung der Städete mit hussitischer Geschichte und Tradition". Diese sei mittlerweile 20 Jahre alt, und es gehören ihr 18 Städte in Tschechien und Deutschland an. Die Stadt Pilsen plane einen europäischen Kulturweg, dabei werde die Hussitenvereinigung mit einbezogen.

Unter der Leitung von Bürgermeister Birner wurden die Neuwahlen reibungslos über die Bühne gebracht (siehe Info-Element). Beim Ausblick auf das 37. Festspieljahr nannte Regisseur Gohlke einige kleinere Änderungen, unter anderem seien zusätzliche Szenen mit den hussitischen Eltern sowie mit dem Ehepaar Lisbeth/Michl in Planung. Laut Spielleiter Hans-Werner Habel müssen einige Neubesetzungen vorgenommen werden, unter anderem wird ein Darsteller für den "Ritter Warperger" gesucht.

Einstimmig genehmigte die Versammlung einen durch Philipp Mardanow gestellten Antrag auf Einrichtung eines Jugendgremiums im Verein. Ziel sei es, durch Nachwuchsförderung die Zukunft von Festspiel und Verein zu gewährleisten. Unter anderem soll diese Jugendgruppe sich ein eigenes Programm gestalten und ein festes Budget erhalten.

Neuwahlen:

Vorsitzender: Helmut Mardanow; Stellvertreter: Hans-Werner Habel, Horst Palmer; Schriftführerin: Carola Lacher; Kassier: Bruno Spitzhirn; Requisiteur: Norbert Jonas; Jugendbeauftragte: Manuel Winkler, Matthias Eckel-Binder; Kostümverantwortliche: Sieglinde Palmer; Kassenprüfer: Georg Keil, Stefan Jonas. (weu)

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