23.03.2020 - 17:37 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Chance, die Stadt aktiv mitzugestalten

Zum zweiten Mal stellt die Stadt Neunburg einen Bürgerhaushalt auf. Insgesamt stehen dafür 100 000 Euro parat. Noch bis Ende März können im Rathaus Ideen und Vorschläge eingereicht werden, um Neunburg noch lebenswerter zu machen.

Mit dem Bürgerhaushalt können die Neunburger ihre Stadt mitgestalten.
von Externer BeitragProfil

Der Anstoß kam im Jahr 2018 von der CSU- Stadtratsfraktion. Inzwischen hat sich der Neunburger Bürgerhaushalt zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Zahlreiche pfiffige Ideen, Verbesserungen und Wünsche haben die Stadtverwaltung schon erreicht - mehr sollen noch folgen, denn bis zum 31. März 2020 können noch Vorschläge eingereicht werden. Die Stadtverwaltung appelliert an die Einwohner, davon Gebrauch zu machen.

100 000 Euro im "Pott"

Der Bürgerhaushalt gibt Neunburgern die Möglichkeit, aktiv ihre Heimat mitzugestalten. Oft werden an die Stadtverwaltung verschiedene Anregungen und Ideen herangetragen. Dank dem Bürgerhaushalt stehen genau dafür seit 2019 jährlich Mittel in Höhe von 100 000 Euro zur Verfügung. Wer Bürger der Stadt Neunburg vorm Wald ist, kann auf diesem Weg unkompliziert über ein Formular schriftlich oder direkt online unter buergerhaushalt.neunburgvormwald.de bis zu drei Vorschläge einreichen.

Noch bis zum 31. März können Vorschläge abgegeben werden. Zum jetzigen Stand wurden für den diesjährigen Haushalt bereits 48 Vorschläge eingereicht - eine tolle Resonanz, die Bürgermeister Martin Birner und Stadtkämmerer Michael Haßfurter, der das Thema gemeinsam mit Ulrike Meixner vom Stadtmarketing betreut, natürlich sehr freut.

"Der Bürgerhaushalt ist eine tolle städtische Initiative, mit der Ideen einfach eingereicht werden können. Die aktive Beteiligung der Bürgerschaft ist wichtig. Denn gemeinsam können wir unsere Heimatstadt noch lebens- und liebenswerter machen. Schon im vergangenen Jahr konnten wir viele tolle Vorschläge, wie den öffentlichen Bücherschrank an der Schwarzachtalhalle, die Umrüstung unserer Ampel mit einem akustischen Signal für Blinde und verschiedene Stationen im Mehrgenerationenpark umsetzen", so Bürgermeister Martin Birner.

Nach einem Jahr könne die Stadtverwaltung bereits auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Die Anzahl der eingegangenen Vorschläge für den ersten Bürgerhaushalt hat die Erwartungen demnach übertroffen. Die große Anzahl an Vorschlägen zeige, das es einen großen Bedarf gebe.

"Vergessen keinen Vorschlag"

Einziger Wehrmutstropfen: Nicht alle Vorschläge können umgesetzt werden, da die Stadt zum Teil nicht dafür zuständig ist oder die Vorschläge das Budget überschreiten. Deswegen hofft Bürgermeister Birner auf Verständnis: "Leider können wir nicht alle Vorschläge auf Anhieb umsetzen, da verschiedene Partner und Personen, bei denen eine (Teil-) Zuständigkeit besteht, mit eingebunden werden müssen. Dementsprechend oft müssen Rücksprachen gehalten werden". Birner bittet um Geduld. "Wir vergessen keinen Vorschlag - auch wenn es manchmal etwas länger dauert. Wir arbeiten häufig im Hintergrund weiterhin mit Hochdruck an einer Umsetzung und Lösung".

Ein aktuelles Beispiel dafür ist ein Vorschlag aus dem Bürgerhaushalt 2019. Alois Wild und Karin Meier schlugen eine Digitalisierung der Stadt- und Pfarrbücherei St. Josef vor. Konkret sollten in Zukunft E-Books ausleihbar sein. Zugleich sollte von Zuhause aus abgefragt werden können, ob ein Buch in der Bücherei vorhanden und verfügbar ist. Dieser Vorschlag wurde auf Anhieb vom Hauptverwaltungsausschuss befürwortet. Als Träger der Bücherei fungieren jedoch Stadt und katholische Kirchenstiftung gemeinsam. Das heißt, die beiden Träger müssen darüber intern beraten - vor allem im Hinblick auf höheren (Folge-) Kosten, die in Zukunft durch die Digitalisierung entstehen könnten. Schnell wurde klar, dass die Stadtverwaltung die Umsetzung hierfür finanziell alleine tragen muss, da die Kirchenstiftung leider nicht unterstützen kann. Deshalb wurde im Stadtrat hierüber nun im Februar noch einmal beraten sowie die Anschaffung der entsprechenden Hard- und Software beschlossen. Bei den beiden Einreichern des Vorschlages war die Freude groß, als die Stadtverwaltung ihnen diese Woche mitteilen konnte, dass ihr Vorschlag umgesetzt wird und nun die notwendigen technischen Geräte durch die Stadtverwaltung ausgeschrieben werden.

Bürgerhaushalt:

Bisher sind 48 Vorschläge eingegangen. Im Vorjahr waren es insgesamt 84. Jährlich stehen 100 000 Euro zur Verfügung. Vorschläge können digital per Online-Formular oder per Papierformular eingereicht werden. Maximal dürfen pro Person drei Vorschläge abgegeben werden.

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